|
## Nachricht vom 12.03.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de
Liebe KollegInnen,
neu im LabourNet Germany am Mittwoch, 12. März 2008:
I. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Speditionen und Logistik
> Postdienste > Kampagne gegen den Mindestlohn in der Postbranche
Post-Konkurrenz trickst bei Mindestlohn - Verträge mit Scheingewerkschaft
Eine Mini-Gewerkschaft steht im Verdacht, mit Briefzustellfirmen zu
kungeln. Ziel: den Post-Mindestlohn aushebeln. Jetzt stellt Verdi
Strafanzeige. Artikel von Ulrich Schulte in der Taz vom 12.03.2008
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/vertraege-mit-scheingewerk
schaft/?src=AR&cHashZ7d1a3b07
Aus dem Text: äàAm Dienstag hat Ver.di Strafanzeige gegen die in Köln
ansässige GNBZ gestellt: Es sei eindeutig, dass sie "ihre nicht
unerheblichen Geschäftsausgaben durch Gelder Dritter finanziere", so ein
Sprecher. "Gegen den Vorstand besteht der Anfangsverdacht der
Bestechlichkeit im Geschäftsverkehr." Was wirklich hinter der Gewerkschaft
steckt, ist politisch brisant: Das Berliner Verwaltungsgericht hatte
vergangene Woche den Post-Mindestlohn für unzulässig erklärt und sich
dabei auf einen von der GNBZ ausgehandelten Tarifvertrag gestützt. Er
dürfe nicht durch den jetzt gültigen Mindestlohn-Tarifvertrag verdrän
gt
werden, der Briefträgern Löhne zwischen 8 Euro und 9,80 Euro garantiert.
Wenn nun die GNBZ keine Gewerkschaft ist, fiele die Begründung des
Verwaltungsgerichts in sich zusammenàô
II. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Speditionen und Logistik
> Postdienste > Mindestlohn in der Postbranche
Mehr Wert, weniger Lohn
äDer Mindestlohn für Briefträger gilt seit Anfang des Jahres. Private
Firmen versuchen nun, ihn zu umgehen: So nennt etwa die Bremer
"Nordwest-Mail" ihre Postboten neuerdings "Mehrwert-Briefdienstleister" -
und zahlt bestenfalls 7,50 Euro pro Stunde. Sie hätten ja auch stempeln
gehen können. Deshalb unterschrieben fast alle der rund 250 Zusteller und
Sortierer des Bremer Postdienstleisters Nordwest-Mail Anfang Januar eine
"Ergänzungsvereinbarung" zu ihrem Arbeitsvertrag. Sie nehmen unter der
Marke "Citipost" Briefe an, sortieren sie und tragen sie mit ihren blauen
Fahrrädern aus. Bislang arbeiteten sie auf dem Papier schlicht als
"Mitarbeiter in der Postzustellung". Nun erledigen sie "Aufgaben im
Bereich der Mehrwertdienstleistung". Das hört sich nicht nur sperriger an
als Postbote: Mit der Zusatzvereinbarung verlieren die
"Mehrwert-Briefdienstleister" auch noch 2,30 Euro Einkommen - pro
Stunde.àô Artikel von Kai Schöneberg in der Taz-Nord vom 12.03.2008
http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig 08%2F03%2F12%
2Fa0001&src=UA&cHashÐa14feec2
III. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Strasse/ÖPNV > Berliner
Verkehrsbetriebe (BVG)
- Neues Angebot oder erneute Provokation?
äAm Montag, dem 10. März 2008 erreichte gegen 17.00 Uhr die Vereinte
Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein Schreiben des Kommunalen
Arbeitgeberverbandes (KAV). In diesem Schreiben werden lediglich die
hinreichend bekannten - unzureichenden - Arbeitgeberangebote vom 31.
Januar bzw. 18. Februar 2008 wiederholt. Diese wurden von der
ver.di-Tarifkommission bereits am 18. Februar 2008 bewertet und einstimmig
abgelehnt. Sie waren der Anlass, dass ver.di bei der BVG/BT eine
Urabstimmung durchführte und sich seit Mittwoch vergangener Woche im
unbefristeten Arbeitskampf befindet. Das Schreiben des KAV vom 10. März
2008 wird von ver.di als eine erneute Provokation bezeichnet, da die
Arbeitgeberseite zwei bestehende Tarifverträge brechen will: Die
Sicherungsbeträge der sog. Altbeschäftigten sind in zwei ungekündigten
Tarifverträgen festgeschrieben, die bis 2010 (BVG) bzw. 2015 (BT) laufen.
Für die Arbeitgeberseite scheint es oberstes Verhandlungsziel zu bleiben,
eventuelle Einkommenserhöhungen der Altbeschäftigten zu 75 Prozent auf
die
geltenden Sicherungsbeträge anzurechnen. (à) Der Arbeitskampf bei der B
VG
wird zunächst weiter fortgesetzt, bis ein entsprechendes Angebot von der
Arbeitgeberseite vorgelegt wird. Der Streik kann jederzeit für
zielführende Verhandlungen ausgesetzt werdenàô Meldung bei ver.di-Ber
lin
vom 11.03.2008
http://berlin.verdi.de/
b) BVG-Streik: Abgerechnet wird am Streikende
Unter dem BVG-Ausstand leiden vor allem Einzelhandel und Gastronomie,
Verband spricht gar von "schrecklichen Verhältnissen". Der BVG entstehen
bisher keine Zusatzkosten, der Senat spart Geld. Artikel von Felix Lee in
der taz-Berlin vom 11.03.2008
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/abgerechnet-wird-am-str
eikende/?src=MT&cHash·9f1306ff
Aus dem Text: äàAber auch für die BVG scheint der Streik kaum negativ
zu
Buche zu schlagen. Etwa 1,3 Millionen Euro Einahmeausfälle würde der
Streik verursachen, so das Unternehmen: die halbe Million Euro vom Land
Berlin und etwa 800.000 Euro durch fehlende Fahrkartenverkäufe.
Demgegenüber stünden Einsparungen von täglich etwa 1 Million Euro Loh
n und
Gehalt, die die BVG ihren streikenden Mitarbeitern nicht auszahlt. 300.000
Euro würden zudem laut BVG-Sprecherin Petra Reetz pro Tag für Strom und
Diesel gespart. Da stellt sich die Frage: Abgesehen von den Fahrgästen -
wem tut der Streik überhaupt weh?...ô
IV. Branchen > Dienstleistung: Transportwesen > Speditionen und Logistik >
UPS: Transport von Nazipropaganda in großem Stil
UPS und Neonaziversand V7 - Proteste von Mitarbeitern zeigen offenbar Erfolg
äJahrelang verschickte der rechtsextremistische V7-Versand seine Waren mit
dem Paketdienst United Parcel Service. Im Februar 2008 veröffentlichte ein
UPS-Mitarbeiter unter anderem den Vorwurf, UPS hätte der Forderung des
V7-Besitzers nachgegeben und dieser Geschäftsbeziehung wegen einen
türkischstämmigen Kundenbetreuer abgezogen und freigestellt. Der
öffentliche Druck zeigte jetzt offenbar Wirkung: UPS-Mitarbeitern zufolge
stellte das Unternehmen eine Woche nach der Veröffentlichung den Transport
der Naziwaren ein und löschte die Kundennummer des V7-Versandsàô Arti
kel
von Pedro auf Netzwerk-IT vom 10.03.2008
http://www.netzwerkit.de/Members/Pedro/news20080310-002
V. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn >
Gewerkschaften/Tarifkonflikt > GDL-Tarifabschluß 2008: Kommentare und
Bewertungen
- »Wir brauchen langen Atem«
Mit dem Verzicht auf die Tarifhoheit für Lokrangierführer und Zugbeglei
ter
mußte die GDL auch Kröten schlucken. Interview von Rainer Balcerowiak m
it
Hans-Joachim Kernchen, Bezirksvorsitzender der GDL für Berlin,
Brandenburg und Sachsen, in der jungen Welt vom 11.03.2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-11/030.php
b) Eigenständiger Tarifvertrag für die GDL unter Dach und Fach: Mehdorns
Gehampel
äEigentlich ist Bahnchef Mehdorn kein wirklicher Manager, wie ihn sich
viele vorstellen. Sein fast ein Jahr andauerndes und unprofessionelles
Gehampel im Bahnstreik, das Einleiten bereits vorher verlorener Prozesse,
sein Widerstand nach vorheriger Einigung bei den Moderatorenergebnissen
oder das Vorschicken seines Anhängsels Sukale für etwas, was
Vorstandsangelegenheit ist, macht dies unter anderem deutlich. Und
offensichtlich hat Mehdorn bis heute nicht verstanden, in welchem
Unternehmen er arbeitet: die Bahn AG ist kein Industrie- sondern ein
Dienstleistungsunternehmen. Es hat einen Ruf zu verlieren. Und schließlich
û in den letzen Tagen û gründete attac noch eine Bürgerbewegung mit
Unterschriftensammlung, die den Bund als Eigentümer auffordert, Mehdorn
endlich zu feuern. Ihm werden frisierte Bilanzen bei der nicht in die
Gänge kommenden Bahnprivatisierung vorgeworfenàô Artikel von Hans-Die
ter
Hey als Online-Flyer Nr. 137 vom 12.03.2008 in der NRhZ-Online - Neue
Rheinische Zeitung
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id176
VI. Branchen > Dienstleistungen: Banken/Versicherungen
Die alarmierende Gesundheitsbilanz der Banken
Mit halbem Personal das Doppelte bewältigen - das ist Geschäftsmodell.
Wegen der zunehmenden psychischen Erkrankungen in der Geldbranche schlagen
ver.di und eine DAK-Studie Alarm. Artikel von Mario Müller in
"Mitbestimmung 03/2008" der Hans Böckler Stiftung
http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/SID-3D0AB75D-687B2310/hbs/hs.xsl/107_90
273.html
Siehe dazu: "Faire Arbeit" - Mehr Informationen zum Projekt "Faire Arbeit"
von ver.di NRW
www.fidi.nrw.verdi.de/faire_arbeit
VII. Branchen > Medien u. IT > Nokia: Schließung des Bochumer Nokia-Werkes
- NRW fordert von Nokia 60 Millionen - bis Ende März
Die Schließung der Fabrik in Bochum wird für Nokia womöglich ein teur
es
Nachspiel haben. Das Land Nordrhein-Westfalen fordert von dem Unternehmen
knapp 60 Millionen Euro. Wenn das Geld Ende des Monats nicht da sei, ziehe
man vor Gericht. Artikel auf Spiegel-Online vom 11.03.2008
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,540650,00.html
b) NRW-Forderung an Nokia kommt zu spät
äKnapp 60 Mio. Euro will Nordrhein-Westfalen vom Handykonzern Nokia wegen
nicht erfüllter Subventionszusagen zurückfordern. Doch das Ansinnen ste
ht
auf wackeligen Beinen. (à) Der Anspruch auf Rückzahlung der Subventionen
für das Nokia-Werk in Bochum zuzüglich Zinsen dürfte verwirkt sein,
urteilen Juristen. "Der Anspruch bestand nur ein Jahr lang, nachdem Nokias
regelmäßige Rechenschaftsberichte vorgelegen haben", sagte Jan Endler,
Verwaltungsrechtler der Kanzlei Linklaters, der FTD. Damit sei die
Rückforderung zu einem Großteil politisch motiviert, gestanden auch
regierungsnahe Experten ein. Ziel sei es, den Konzern zu Zugeständnissen
zu zwingenàô Artikel von Volker Müller in der Financial Times Deutsch
land
vom 12.03.2008
http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/329818.html
c) Nokia-Ultimatum: Bloße Effekthascherei
äNRW zeigt Zähne: Das Land fordert von Nokia die gezahlten Subventionen
zurück. Eine Posse der besonderen Art: Es ist nur eine nach Öffentlicke
it
heischende Geste, die auf wackeligen Füßen stehtàô Kommentar von Vo
lker
Müller in der Financial Times Deutschland vom 12.03.2008
http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar%20Nokia%20Ultimatum%20Blo%D
Fe%20Effekthascherei/329541.html
d) Nokia's Fördergeld
äFreiwillig will Nokia die vom Land NRW zurückgeforderten Fördergelder
kaum rausrücken. Schließlich bröckelt bereits die Bochumer Protestwel
le ab
und Nokia hofft auf die Rückkehr zur Gewinn und Auslagerungsnormalität
(à)
Ein derart ausgebuffter Konzern läßt sich doch nicht von den schon ein
mal
bestrittenen Forderungen erschrecken, Fördergeld zurückzuzahlen, nur we
il
eine vereinbarte Beschäftigtenzahl nicht ganz erreicht wurde. Nokia hat
damit ganz im Interesse der nicht Eingestellten gehandelt, weil der
Konzern diese jetzt auch gar nicht loswerden mußàô Kommentar von valt
er
auf Netzwerk-IT vom 12.03.2008
http://www.netzwerkit.de/Members/valter/firmennachrichten/tele/news20080311
-004
e) Nokia-Betriebsrat kritisiert Landesregierung
äDer Kurs des Landes Nordrhein-Westfalen im Streit mit Nokia stößt la
ut
einem Zeitungsbericht beim Bochumer Betriebsrat des Handyherstellers auf
herbe Kritik. "Die Forderung des Landes in Höhe von 60 Millionen Euro
kommt uns nicht gerade gelegen. Wir verhandeln ja gerade mit Nokia über
Ersatz-Jobs und Abfindungen", sagte die Betriebsratsvorsitzende Gisela
Achenbach den Westfälischen Nachrichten. "Wenn das Land jetzt Nokia
verklagt, kommt für uns da nicht mehr raus. Dann machen die Finnen erst
recht zu."..ô Meldung auf Heise-News vom 11.03.2008
http://www.heise.de/newsticker/meldung/104894
VIII. Branchen > Sonstige > Stoff- und Bekleidung
Textil West: Verhandlungsergebnis erzielt
äNach sechzehnstündigen Verhandlungen hat die IG Metall einen
Tarifabschluss für die Beschäftigten der westdeutschen Textil- und
Bekleidungsindustrie erzielt. Danach erhalten die rund 105 000
Beschäftigten für die Monate April und Mai eine Einmalzahlung von 200
Euro. Ab 1. Juni 2008 bis 28. Februar 2009 steigen die Löhne, Gehälter
und
Ausbildungsvergütungen um 3,6 Prozent, teilte die IG Metall am Dienstag in
Gladbeck mit. Die Auszubildenden erhalten zur Erhöhung von 3,6 Prozent
zusätzlich monatlich 30 Euro und jeweils die Hälfte der Einmalzahlungen.
Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 12 Monateàô Meldung bei der
IG-Metall vom 11.03.2008
http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/SID-0A456501-0CB1C9C2/internet/style.xs
l/view_3492.htm
IX. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Tarifrunden > ver.di:Tarifrunde
2008 bei Bund und Kommunen
Nein zu Arbeitszeitverlängerung
äDie TeilnehmerInnen der heutigen Streikversammlungen im Klinikum
Stuttgart weisen die Provokation der Arbeitgeber zurück, die unsere
Arbeitszeit auf 40 Stunden erhöhen wollen. Wir haben vor zwei Jahren nicht
wochenlang gegen die Arbeitszeitverlängerung gekämpft, damit wir sie uns
jetzt "durch die Hintertür" aufdrücken lassen.
Alle Argumente von damals sind auch heute richtig: Arbeitszeitverlängerung
vernichtet Arbeitsplätze und schmälert die Zukunftschancen der Jugend.
Arbeitszeitverlängerung in Zeiten hoher Massenarbeitslosigkeit ist das
gesellschaftspolitisch vollkommen falsche Signal. Was wir dringend
brauchen, ist im Gegenteil eine deutliche Arbeitszeitverkürzung.
Diesmal geht es um mehr Geld.
Aber wenn die Arbeitgeber mit Arbeitszeitverlängerung provozieren, muss
ver.di dagegenhalten. Es darf keine Arbeitszeitverlängerung geben! Diese
Forderung muss der erste Schritt sein zu einer zukünftigen
Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich.
Wir fordern die Bundestarifkommission auf, entsprechend auf die
Provokation der Arbeitgeber zu reagieren.ô Resolution der 300
TeilnehmerInnen der Streikversammlungen im Katharinenhospital und im
Bürgerhospital in Stuttgart am 6. März 2008
X. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > (Internationale) Erfahrungen der
Gewerkschaftsbewegung > neue Kampfformen
"Das ist doch kein Kampf mehr"
äDie Gewerkschaften in Deutschland streiken wieder - aber sind sie
wirklich stark? Dokumentarfilmer Holger Wegemann hat einen legendären
Arbeitskampf begleitet: gegen die Schließung des Bosch-Siemens-Werks in
Berlin. Seine Erfahrung: Streiks sind nur noch eine Parodie der
Arbeiterbewegungàô Interview von Thilo Knott in der taz vom 10.3.08
http://www.taz.de/nc/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&dig 08%2F03
%2F10%2Fa0073&src=GI&cHash¨8ce043eb&type~
Aus dem Text: äàDa müsste man auch mal härtere Manschetten anziehen
. In
Berlin hat sich Ver.di gerade kritisch dazu geäußert, dass neben ihren
BVG-Mitarbeitern auch noch die Lokführer streiken wollen. Also Busse sowie
U-Bahnen und noch die S-Bahnen ausfallen könnten. Ist das echter Kampf?
Vor was haben die Angst? (à) Die haben Angst davor, wenn die Belegschaften
Erfahrungen machen in der direkten politischen Auseinandersetzung. Wenn
die Arbeiter feststellen, dass sie auch selbst ein Plakat malen können.
Das macht die Menschen selbstständiger, aber auch nicht mehr so
steuerbaràô
Siehe zum Film Branchen > Sonstige > Bosch-Siemens-Hausgeräte:
Nachbereitung des Streikes im Kampf gegen die Schließung 2006
http://www.labournet.de/branchen/sonstige/bsh/index.html
XI. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Mitbestimmung - Erfolgs- und
Exportschlager?
Mitbestimmung in Theorie und Praxis
- äWir haben in Deutschland nicht zu viel, sondern eher zu wenig
Mitbestimmung der Arbeitnehmer. Ich würde mir wünschen, dass wir
Regelungen, wie sie das VW-Gesetz vorsieht, auch in anderen Unternehmen
hätten. Dann wären weder Nokia in Bochum, noch AEG in Nürnberg dem re
in
profitorientierten Kapitalismus zum Opfer gefallen.ô
IG-Metall-Chef Berthold Huber im Interview "Der Kapitalismus muss
zivilisiert werden" von Sibylle Haas in der Süddeutschen Zeitung vom
10.03.2008
http://www.sueddeutsche.de/,tt5l1/wirtschaft/artikel/198/162745/
b) äàDie gebürtige Dortmunderin hat stets den Konsens mit dem Arbeitg
eber
gesucht. Der Betriebsrat hat der Belegschaft weitgehende Zugeständnisse
abgerungen, die Sieben-Tage-Woche, den Verzicht auf Zulagen,
Arbeitszeitverlängerung, die kurzfristige Rufbereitschaft für
Wochenenddienste, alles im Sinne der Standortsicherung. "Wir haben richtig
geblutet", sagt Achenbach. "Am Ende standen wir nackend da." (à) Auf
einem Regal in ihrem Büro liegt das Betriebsverfassungsgesetz, viele
Seiten sind durch Aufkleber markiert. Aber Achenbach redet nicht von
Paragraphen oder versäumten Fristen. Sie spricht von Kennzahlen, von den
Costs by Phone, die sie runtergedrückt hätten. "Wir haben uns teilweise
wie Manager gefühlt", sagt Achenbachàô Aus äNokia: "Am Ende standen
wir
nackend da"ô, Artikel von Dirk Graalmann in der Süddeutschen Zeitung vom
28.2.08
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/43/160604/
XII. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Debatten der real
existierenden Gewerkschaften in Deutschland > Fachgewerkschaften: Spalter
oder Dammbrecher?
DGB-Gewerkschaften: Bündnisse der Starken
äDick, fett und unbeweglich: Für die im DGB organisierten Gewerkschaften
gab es lange Jahre keine Konkurrenz, deshalb sind die Organisationen träge
geworden. Kleine Interessensvertretungen bringen nun wieder Bewegung in
den Wettbewerb um potentielle Mitglieder - die DGB-Gewerkschaften müssen
die Leistungsträger wiedergewinnenàô Ein Kommentar von Sibylle Haas i
n der
Süddeutschen Zeitung vom 12.3.08
http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/wirtschaft/artikel/446/162992/
XIII. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Debatte der Strategien der
Gewerkschaftsbewegung > Innergewerkschaftliche Demokratie
DAS Spiel: AGBB (Anti-Gewerkschaftsürokraten-Bingo) für
Vorstands-Sitzungen, Delegierten-Konferenzen und
Vertrauensleute-Versammlungen
äSeit 1848 gibt es in der Gewerkschaftsbewegung zwei Grundpositionen: Die
HEULER und die WÜHLER. Und bei so manchem Gewerkschaftsbürokraten denkt
man, er sei äder letzte Heulerô, aber auch wenn der weg ist, kommt der
nächste äletzte Heulerô garantiert hinterher. Umso wichtiger ist die
Rolle
der WÜHLER, die bei aller nötigen demokratisch-gewerkschaftlichen
Wühlarbeit auch ihren Spaß haben, um die nötigen Jahrzehnte durchhal
ten
zu können, damit es am Ende heißt äBrav gewühlt, alter, roter Maulw
urf!ô
Die Erfahrung der letzten 160 Jahre mit den äHeulernô wurde von den
äWühlernô immer weiter gegeben, so dass nun das BINGO AGBB hilfreich
für
Wühl - und Spaß-Erlebnis in Gewerkschaften, aber auch in anderen
Institutionen, in der Eitelkeit, Macht, Mechanismen der Unterdrückung von
Opposition täglich spürbar sind oder gar Orgien feieren, zur Verfügung
steht. Viel Spaß!!ô Das Anti-Gewerkschaftsürokraten-Bingo von
Benjamin Ortmeyer (GEW)(pdf)
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/gewdem/bingo.pdf
XIV. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz >
Datenschutz
- Abgleich von Kfz-Kennzeichen verfassungswidrig
- Hessische und schleswig-holsteinische Vorschriften zur automatisierten
Erfassung von Kfz-Kennzeichen nichtig
äDie Verfassungsbeschwerden mehrerer Kraftfahrzeughalter gegen
polizeirechtliche Vorschriften in Hessen und Schleswig-Holstein, die zur
automatisierten Erfassung der amtlichen Kfz-Kennzeichen ermächtigen (vgl.
Pressemitteilung Nr. 94 vom 27. September 2007), waren erfolgreich. Der
Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat mit Urteil vom 11. März
2008 die angegriffenen Vorschriften für nichtig erklärt, da sie das
allgemeine Persönlichkeitsrecht der Beschwerdeführer in seiner Ausprä
gung
als Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletzenàô
Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichtes vom 11. März 2008 mit
Link zum Urteil vom 11. März 2008 û 1 BvR 2074/05; 1 BvR 1254/07
http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-027
2) Urteil zum Kfz-Massenabgleich muss Folgen haben
äDas Bundesverfassungsgericht hat am heutigen Dienstag den heimlichen und
verdachtslosen Abgleich von Kfz-Kennzeichen mit polizeilichen
Fahndungsdateien für verfassungswidrig erklärt. Die Beschwerdeführer
begrüßen das Urteil und fordern auch von den nicht unmittelbar betroffe
nen
Bundesländern (Bayern, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern,
Rheinland-Pfalz) die Abschaffung ihrer entsprechenden, zu weit gehenden
Ermächtigungen. Darüber hinaus bedeutet das Urteil nach unserer
Überzeugung das endgültige Aus für Pläne, an Flughäfen oder Bahnh
öfen
beliebige Menschen unter Verwendung biometrischer oder anderer Verfahren
mit Fahndungsdateien abzugleichen oder zu ortenàô Pressemitteilung der
Beschwerdeführer vom 11.03.2008:
http://www.daten-speicherung.de/index.php/urteil-zum-kfz-massenabgleich-mus
s-folgen-haben/
3) Verfassungsgericht präzisiert Grundrecht auf informationelle
Selbstbestimmung
äDas Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum automatischen Erfassen von
KFZ-Kennzeichen kann weit reichende Folgen für andere Gesetze wie die
Vorratsdatenspeicherung und damit für die EU-Gesetzgebung habenàô Art
ikel
von Burkhard Schröder in telepolis vom 12.03.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27480/1.html
b) Datenautobahn zur CIA
äDie US-Regierung soll künftig gewaltige Datenmengen über deutsche B
ürger
erhalten. Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Justizministerin
Brigitte Zypries (SPD) unterzeichneten am Dienstag trotz Warnungen des
Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar ein Abkommen mit
US-Regierungsvertretern, das darauf hinauslaufen soll, den Datenschutz für
Millionen Bundesbürger faktisch auszuhebelnàô Artikel von Ulla Jelpke
in
junge Welt vom 12.03.2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-12/059.php
Siehe dazu auch die Sicht der Täter: äTerroristen schneller auf der Spu
rô
äInternationale Terroristen nutzen bewusst die Hürden aus, die
Ländergrenzen für Strafverfolger darstellen. Zur effektiveren
Kriminalitätsbekämpfung wollen Deutschland und die USA deshalb ihren
Informationsaustausch ausbauen: Damit die Partner eingreifen können, bevor
Menschen zu Schaden kommenàô Meldung mit weiterführenden Links vom
11.03.2008 beim Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2008/03/2008-03-11
-dt-usa-datenaustausch.html
c) Für ein Morgen in Freiheit. Aufruf zur Demo in Köln am Samstag, den
15. März 2008 ab 14.00 Uhr
Parteien, Bürgerinitiativen und Berufsverbände rufen bundesweit zur
Teilnahme an einer Demonstration gegen die immer weiter fortschreitende
Überwachung durch Staat und Wirtschaft auf. Am Samstag, dem 15.03.2008,
werden die Bürger in Köln unter dem Motto "Für ein Morgen in Freiheit
!"
auf die Straße gehen. Treffpunkt für die Teilnehmer wird um 14.00 Uhr d
er
Roncalli-Platz ("Domplatte") in Köln sein. Siehe die Aktionsseite
http://www.fuer-ein-morgen-in-freiheit.de/
XV. Diskussion > Gewerkschaften und die neuen alten Rechten > Aktivitäten
der neuen alten Rechten
Dortmund: Nazi-Anschlag auf das Taranta Babu
- Anschläge mit Buttersäure auf Buchladen und Parteibüro
äAuf das Konto von Rechtsradikalen gehen wohl zwei Anschläge auf das
Parteibüro der Grünen und den Buchladen "Taranta Babu". Der Staatsschutz
ermitteltàô Artikel von Andreas Winkelsträter vom 10.03.2008 im Portal
äDerWestenô der WAZ-Gruppe
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/dortmund/2008/3/10/news-2962702
7/detail.html
b) äRiesenerfolg in Dortmundô
äGestern Abend, 10.03.08, fand in Dortmund spontan eine Demonstration
statt. Trotz einer Mobilisierungszeit von nur wenigen Stunden liegen die
Schätzungen der TeilnehmerInnenanzahl zwischen 200 und 300!!! Anlass war
der Buttersäureanschag von Neonazis in der Nacht vom 09. auf den 10.03.08
auf das Taranta Babuàô Bericht von Anarchia vom 11.03.2008 bei indymedia
http://de.indymedia.org/2008/03/210161.shtml
XVI. Diskussion > Gewerkschaften und die neuen alten Rechten >
AntifaschistInnen als Opfer: Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt gegen
zwei GewerkschafterInnen
Thüringer Rechtsextreme versuchen zunehmend mit juristischen Mitteln
Gewerkschafter einzuschüchtern. DGB wird Engagement gegen Feinde der
Demokratie nicht einstellen
äDie NPD versucht zunehmend mit Anzeigen gegen Thüringer Gewerkschafter
deren Engagement gegen den Rechtsextremismus zu unterbinden.
Im Nachgang des 01. Mai 2007 erfolgten Anzeigen des NPD Landesvorsitzenden
gegen einen Kollegen des DGB sowie eine Beschäftigte der IG Metall Erfurt.
Unlängst wurde der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Verwaltungsstelle
Jena-Saalfeld, Michael Ebenau angezeigt, weil er zur Verhinderung des
neonazistischen "Fest der Völker" am 6. September 2008 aufgerufen hatte.
Dabei scheint es die Strategie der NPD zu sein, juristische Zusammenhänge
aufwändig zu konstruieren und diese dann als Beweis für etwaige
Gesetzesverstöße heranzuziehenàô Pressemeldung des DGB Thüringen
vom
04.03.2008
http://www.thueringen.dgb.de/pressemeldungen/pmdb/pressemeldung_single?pmid
3
XVII. Über uns > Fördern!!!
Nach allzu langer Zeit freuen wir uns ganz besonders über ein neues
Fördermitglied û siehe die Liste unserer äbekennendenô Unterstütz
erInnen
http://www.labournet.de/ueberuns/foerdern/foerderer.html
Wer diesem Beispiel folgen möchte, braucht nur einige wenige
Tastaturklicks in unserem Formular zur Fördermitgliedschaft:
http://www.labournet.de/ueberuns/foerdern/formular.html
Lieber Gruß, Ralf und Mag
P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
http://www.labournet.de/news/
den Newsletter im html-Format öffnen und darüber problemlos surfen!
--
LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit
isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes,
qu`ils aient ou non un emploi
LabourNet mailing list
LabourNet@labournet.de
http://labournet.de/mailman/listinfo/labournet
|