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## Betreff : ***[FIfF-L] [Fwd: Programmhinweis und Umfrage: Vorratsdatenspeicherung verursacht weitreichende Kommunikationsstoerungen
## Ersteller: werner@fiff.de ("Werner Hülsmann (FIfF e.V.)")
## Msg-ID : 47A71B6E.7060807@fiff.de
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Hash: SHA1
Hallo,
zur Info.
Grüße,
Werner
- -------- Original-Nachricht --------
Betreff: [AK-VDS-Newsletter] Programmhinweis und Umfrage:
Vorratsdatenspeicherung verursacht weitreichende Kommunikationsstoerungen
Datum: Mon, 04 Feb 2008 14:29:31 +0100
Von: "Werner Hülsmann (AK VDS)" <werner@vorratsdatenspeicherung.de>
Organisation: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung.de
An: newsletter@ak-vds.de
Hallo liebe Newsletterabonnentin, lieber Newsletterabonnent,
unten findet sich die heutige Pressemitteilung des AK
Vorratsdatenspeicherung.
Am Donnerstag, 07. Februar gibt es um 11:05 im Rahmen der Sendung
"Neugier genügt" (vgl.
<http://www.wdr5.de/index.phtml?ppdatum=2008-02-07&i=1>) ein 25
minütiges Interview mit Werner Hülsmann zur Vorratsdatenspeicherung. Die
Sendung kann auch über Internet angehört werden.
Grüße,
Werner Hülsmann
Pressemitteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung vom
04.02.2008:
Umfrage: Vorratsdatenspeicherung verursacht weitreichende
Kommunikationsstörungen
Die zum 1. Januar 2008 in Deutschland eingeführte flächendeckende
Speicherung von Kommunikations- und Standortdaten behindert in
weiten Bereichen der Gesellschaft die Nutzung von Telefon, Handy,
E-Mail und Internet als freie Kommunikationsmittel, so das
Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Arbeitskreis
Vorratsdatenspeicherung.
Bürger, die keine E-Mails mehr versenden, Journalisten, die den
Kontakt zu Informanten verlieren, Unternehmer, die Unterlagen wieder
per Post verschicken müssen - die von CDU, CSU und SPD eingeführte
Vorratsdatenspeicherung führt in weiten Bereichen der Gesellschaft
zurück in die Zeit, als es weder Telefon noch Internet gab. Dies ist
das Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage des
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung unter 8.000 Personen Ende
Januar 2008, die nach beobachteten Auswirkungen des Gesetzes fragte.
Ein Journalist berichtete etwa, ein Informant aus einer
Sicherheitsbehörde habe ihm bereits in der Neujahrsnacht mitgeteilt,
er möchte "ab heute nie mehr unter dieser Nummer" angerufen werden.
Auch SMS mit "Sitzungsergebnissen" erhalte der Journalist seit
Jahresbeginn nicht mehr. Ein Steuerberater teilt mit, seine
Mandanten würden seit Jahresanfang telefonische Rückfragen bei ihm
scheuen. Er befürchte, "dass sich die Mandanten mangels Beratung
strafbar machen" könnten. Ein Unternehmer aus Süddeutschland klagt,
seine Kunden würden "sicherheitsrelevante Beschreibungen" nur noch
persönlich übergeben wollen, was dem Unternehmen große
Schwierigkeiten bereite. Seine Firma habe dadurch vor wenigen Tagen
"einen Großkunden verloren", was den Verlust von 2-3 Arbeitsplätzen
nach sich ziehen werde. Drogenberater und Psychotherapeuten beklagen,
dass Anrufe ausbleiben oder inhaltslos verlaufen. Ein
Rettungsassistent berichtet gar von einem Patienten, der nicht
wollte, dass sein Zustand telefonisch an die Klinik durchgegeben
wird, in die er eingeliefert werden sollte.
"Politisch aktive Menschen, Firmenkunden und Hilfsbedürftige, die
der Telekommunikation nicht mehr vertrauen - solche erschreckenden
Zustände würde man in einer Diktatur erwarten, aber nicht in einem
freiheitlich verfassten Staat", kommentiert Patrick Breyer vom
Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung die Ergebnisse der Umfrage.
"Wir haben seit langem vor den Folgen einer Protokollierung des
Telekommunikations- und Bewegungsverhaltens der gesamten Bevölkerung
gewarnt; ihre nun bekannt gewordenen tatsächlichen Auswirkungen
übertreffen meine schlimmsten Befürchtungen noch."
"Aus diesen Berichten heraus wird deutlich, dass die neuere
Überwachungsgesetzgebung von den Bürgerinnen und Bürgern nicht nur
als große Einschränkung ihrer Freiheit, sondern auch ihrer
persönlichen Sicherheit empfunden wird," ergänzt Kai-Uwe Steffens
vom Arbeitskreis. "Damit erreicht der Gesetzgeber das Gegenteil
dessen, was er als Argument für die Beschneidung der Bürgerrechte
anführt. Es ist höchste Zeit für eine Kurskorrektur."
Insgesamt ist eine dreistellige Zahl von Antworten eingegangen.
Berichte über nachteilige Auswirkungen kamen neben Privatpersonen
und den bereits angesprochenen Berufsgruppen auch von Anwälten,
Forschern, betrieblichen Vertrauenspersonen, Ärzten, Seelsorgern und
Geistlichen. Etliche Schilderungen Betroffener sind für einen
Schriftsatz an das Bundesverfassungsgericht zusammengestellt worden,
um den dort vorliegenden Eilantrag auf Aussetzung der
Vorratsdatenspeicherung weiter zu untermauern. Der Schriftsatz steht
im Internet in einer anonymisierten Version zum Download bereit. [1]
[1] Anonymisierter Schriftsatz mit ausgewählten Einzelberichten von
Betroffenen:
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/schriftsatz_2008-01-31_anon.pdf
Diese Pressemitteilung im Internet:
http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/193/79/
- -------- Ende der Original-Nachricht --------
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Vorratsdatenspeicherung? Nein, Danke! - Noch ist es nicht zu spät:
http://www.stoppt-die-vorratsdatenspeicherung.de
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Forum InformatikerInnen für Frieden und
gesellschaftliche Verantwortung (FIfF) e.V.
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FIfF-Regionalgruppe Konstanz
c/o Werner Hülsmann,
Obere Laube 48, D-78462 Konstanz
Tel.: 07531 / 365 90 56
E-Mail: werner ät fiff-ev.de - http://fiff.almeprom.de
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