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Weg aus der Arbeitslosigkeit

Diesen Brief schrieb ich kürzlich an die BAA:

Um unsere Sorge um unser Land noch einmal zu unterstreichen, beschreibe ich im Folgenden einen genialen Weg zum Totalabbau der Arbeitslosigkeit, und bitte Sie, im Interesse des deutschen Volkes, diesen Brief an die Amtsleitung, an Herrn Weise weiter zu leiten.

Der „gute Rat“ von Herrn Hartz hat dem Steuerzahler viel Geld gekostet; genauer: die Perversion besteht eigentlich darin, dass es im Prinzip gerade die Ärmsten der Armen, die ehemaligen Arbeitslosenhilfeempfänger sind, die dem ohnehin schon recht gut betuchten Mann ein stattliches Salaire nun auf Dauer berappen müssen. Natürlich wird das langfristig noch Unruhen auslösen. Dabei ist alles so einfach:

Die BAA stellt selbst, im Sinne eines Arbeitgebers, alle Arbeitslosengeld-II-Empfänger (zumindest) halbtags ein. Damit sind auf einen Schlag mehrere millionen Arbeitslose aus der Statistik verschwunden und tauchen wieder auf als Angestellte im Öffentlichen Dienst. Das dieser Schritt für die Menschen persönlich und psychologisch eine wichtige gesellschaftliche Aufwertung bedeuten würde, interessiert den Buchhalter natürlich nicht. Was kommt also in der Bilanz dabei heraus ? Wir hoffen und begrüßen es, wenn die vielen betroffenen Menschen dadurch ein paar Euro mehr ausgezahlt erhalten, weil nur so die konsumptionelle Abwärtsspirale in Deutschland gestoppt und umgedreht werden kann. Auf der anderen Seite steht der BAA dadurch ein unbeschreibbares Zubrot an manpower zur Verfügung, die entsprechend der Heterogenität dieser Masse vielseitigst eingesetzt werden kann, ohne weitere Kosten für die Erledigung dieser Arbeiten zu produzieren.

Gut, es mag Ihnen formal ein bisschen komisch anmuten, wenn ein Gärtner, der im Stadtpark die Bäume gießt und die Papierkörbe ausleert, Angestellter im Öffentlichen Dienst der BAA ist. Aber glauben Sie mir, an solche Konstrukte werden sich die Menschen in Windeseile gewöhnen.

Also, Augen auf und durch ! Lassen Sie diese Konstruktion von Ihren Experten für Volkswirtschaft einmal mit unterschiedlichen Randbedingungen rechnen. Ich verspreche Ihnen, Sie werden über die Ergebnisse staunen. Am Ende werden Sie einsehen, dass wir um diese Art, das Problem zu lösen, gar nicht herum kommen.

11.04.05    edgar wetzig <edgar.wetzig@t-online.de>
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