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## Nachricht vom 27 Jan 05 weitergeleitet
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## Betreff : ots: Rosen ohne Reue - Zertifizierte Rosen aus Ecuador für ...
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Rosen ohne Reue - Zertifizierte Rosen aus Ecuador für Deutschland /
DED und FLP fördern sozial und ökologisch verträgliche Arbeitsplätze
Bonn (ots) - Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) und das Flower
Label Programm (FLP) stellten heute auf der Internationalen
Pflanzenmesse in Essen ihre Zusammenarbeit vor. Beide Organisationen
unterstützen gemeinsam eine Initiative ecuadorianischer
Blumenproduzenten zur Produktion und Vermarktung zertifizierter
Blumen in Europa. Ein Kooperationsabkommen mit 19 vom FLP
zertifizierten Blumenbetrieben wurde im Mai unterzeichnet. "Durch
die Förderung zertifizierter Betriebe wollen wir dazu beitragen,
sozial und ökologisch verträgliche Arbeitsplätze in der
Blumenindustrie in Entwicklungsländern zu schaffen. Die Verbraucher
in Deutschland haben sicher auch mehr Freude an Rosen, deren Anbau
die Gesundheit der Blumenarbeiterinnen nicht durch hochgiftige
Pestizide gefährdet," erläutert der DED-Geschäftsführer Jürgen
Wilhelm.
Die ecuadorianische Rose, aufgrund ihrer Qualität, Vielfalt und
Größe eine der bekanntesten der Welt, ist einer der wichtigsten
Devisenbringer des Landes. Doch ihre Produktion ist mit hohen
Umweltbelastungen und sozialen Folgen verbunden. Giftige Pestizide
werden eingesetzt, Arbeitsrechts- und Arbeitsschutzbestimmungen oft
nicht eingehalten. Das FLP, eine weltweite Initiative von
Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und Blumenhandel,
vergibt ein Siegel an Betriebe, die internationale Standards
einhalten. Etwa ein Zehntel der circa 350 ecuadorianischen
Blumenfarmen ist zertifiziert. "Rund 8.000 Arbeiter und Arbeiterinnen
sind auf den FLP-zertifizierten Farmen in Ecuador beschäftigt und
arbeiten damit unter erheblich verbesserten Bedingungen," so
FLP-Geschäftsführerin Silke Peters.
Die Zertifizierung basiert auf ökologischen und sozialen
Standards: Der Einsatz hochgiftiger Pestizide ist beispielsweise
verboten, ebenso wie Kinder- und Zwangsarbeit. Arbeitnehmerrechte,
wie Gewerkschaftsfreiheit, Gesundheits- und Mutterschutz sowie feste
Arbeitsverträge sind zu gewährleisten. "Für die Produzenten die eine
FLP-Zertifizierung erreicht haben" so Enrique Hidrobo, Vertreter der
FLP-zertifizierten Produzenten, "ist die Kooperation eine Anerkennung
unserer Arbeit. Wir hoffen, dass die zertifizierten Blumen auch vom
Markt, das heißt von den Konsumenten angenommen werden."
Ziel der Kooperation ist es, den deutschen Markt über die Methoden
der traditionellen Blumenindustrie zu informieren und gleichzeitig
zertifizierte Blumen gezielt zu vermarkten. Nur wenn die Verbraucher
und Verbraucherinnen zertifizierte Blumen nachfragen und dadurch
einen entsprechenden Nachfragedruck schaffen, kann sich das FLP
langfristig durchsetzen. Die Chancen dafür stehen gut, denn auch die
deutsche Blumenwirtschaft unterstützt das Anliegen. Dieter Reinecke,
Hauptgeschäftsführer des Fachverbands deutscher Floristen (FDF),
sieht das FLP-Label als "eine Qualitätsauszeichnung, da sachgerechter
Umgang und fachgerechte Verarbeitung von Schnittblumen im Fachhandel
garantiert sind." Adressen von Floristen, die vom FLP zertifizierte
Blumen führen, finden Sie unter www.flower-label-program.org
Parallel zu den Aktivitäten in Deutschland sensibilisiert eine
Kampagne in Ecuador Öffentlichkeit, Blumenbetriebe und Beschäftigte
in der Blumenindustrie für das Thema. Damit die Blumenproduktion zu
einem Geschäft ohne Reue wird.
Originaltext: DED Deutscher Entwicklungsdienst
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info@flower-label-program.org oder schauen Sie nach unter
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