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Ich möchte Euch darauf aufmerksam machen, dass im NDR kürzlich eine
tolle Dokumentation unter dem Titel "die Atomlüge" gesendet wurde, die
man sich noch via Internet ansehen kann. Die Doku eignet sich übrigens
auch, um Menschen zu überzeugen, die sich in das Thema Atomkraft noch
nicht so tief eingearbeitet haben. Mit ein bisschen gesundem
Menschenverstand begreift jeder, die Ungereimtheiten. (Info von Eva Stegen)
Gruß Axel
http://www3.ndr.de/sendungen/45_min/videos/atomluege114.html
Viele Atommüllartikel:
http://news.google.de/news?q=atomm%C3%BCll%20schweiz&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de
:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&sa=N&hl=de&tab=wn
Aernschd Born, Gewschäftsführer NWA
Medien-Mitteilung
Der Verein "NWA Nie Wieder Atomkraftwerke" wendet sich vehement gegen die
von der NAGRA vorgesehenen atomaren Tiefenlager, solange die Schweizer
Atomkraftwerke noch nicht stillgelegt worden sind. Zudem gibt es nach
heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen keine verlässliche technische
Methode, um über Jahrhunderttausende hinweg die Sicherheit vor atomarer
Verstrahlung zu garantieren. Im Gegenteil: Das undichte und verseuchte
Tiefenlagers im deutschen Asse zeigt, dass es ohne eine massiv
verbesserte Technologie gegenüber den kommenden Generationen
verantwortungslos ist, heute schon irgendwelche definitive Standorte in
der Schweiz auszuwählen. NWA wehrt sich dagegen, dass sich das
Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI letztlich für jene
Standortregionen entscheidet, wo am wenigsten politischer Widerstand zu
erwarten ist. Wir verlangen zukünftig eine verbesserte sachliche
Information und echte demokratische Mitsprachemöglichkeiten der
betroffenen Bevölkerung.
ENSI-Stellungnahme: Atommüll-Standorte
Das Nagra-Konzept löst das Problem nicht
Heute hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI zu den
von der Nagra vorgeschlagenen Atommüllstandorten Stellung genommen. Doch
mit den laufenden Standortdiskussionen geht das wichtigste vergessen:
Obwohl der Entsorgungsnachweis erbracht ist, gibt es noch zu viele
unbeantwortete Fragen, als dass ein Lager sicher sein könnte --
unabhängig vom Standort. Das Atommüllproblem ist nicht gelöst.
Gewisse Atommüll-Teilchen strahlen über einen Zeitraum von gut 1 Million
Jahre. Diese enorme Zeitspanne macht es schwierig, einen angemessenen
Umgang mit dem Atommüll zu finden. Die Nagra hat zwar ein Konzept
vorgelegt, doch bleiben relevante Fragen unbeantwortet. Zu viele offene
Fragen Die technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen an ein
Atommülllager sind immens. Viele elementare Unklarheiten wurden im NagraKonzept
nicht beseitigt: Wie soll kontrolliert werden, wie sich das Lager
über die Zeitspanne entwickelt? Wie soll der Atommüll adäquat verpackt
und eingelagert werden? Was für Materialien sollen verwendet werden:
korrodierender Stahl, Kupfer oder zerbrechliche Keramik? Doch damit nicht
genug: Die Nagra will eine etwa fünf Kilometer lange Zufahrt bauen, um
mit LKW ins Atommülllager zu fahren. Experten beteuern aber, dass das
Wirtgestein Opalinuston so wenig wie möglich geschädigt werden darf,
ansonsten drohen Wasserläufe.
Keine Lösung in Sicht
Doch das ist nur ein Teil des ungelösten Problems, denn für so grosse
Zeiträume gibt es keine «ein-für-allemal-Lösung».
Drei elementare Fragen bleiben:
1. Wie soll ein Lager über 1'000'000 Jahre kontrollierbar und der
Atommüll rückholbar bleiben?
2. Wie kann das Lager über 1'000'000 Jahre markiert und
Untergrundkonflikte vermieden werden?
3. Wie soll es über 1'000'000 Jahre vor unvorhersehbaren Naturereignissen
wie Erdbeben oder Eiszeiten geschützt werden?
Sicher ist nur das Risiko
Was voreiliges Umsetzen bedeuten kann, ist im deutschen Asse zu sehen.
Der ehemalige Salzstock wurde einst als ideal für die Lagerung von
Atommüll eingestuft, denn das Wirtsgestein leite Wärme ab und sei extrem
stabil. Insgesamt 126 000 Fässer Atommüll wurden versenkt -- bis
spätestens 2012 müssen sie wieder raus. Denn Tag für Tag laufen 12 000
Liter Wasser ein, Asse droht einzustürzen. Die Kosten für die Rückholung
belaufen sich auf min. 3,7 Milliarden Euro. Das Beispiel zeigt: Die
absolute Sicherheit gibt es nicht, sicher ist nur das Risiko. Die Nagra
muss dies einsehen und ein Lager planen, in dem der Atommüll ständig
überwacht und notfalls auch rückgeholt werden kann. Die Verharmlosung von
Gefahren und ungelösten Problemen gegenüber der betroffenen Bevölkerung
macht sie unglaubwürdig. Ein Atommülllager-Konzept, das ewige Sicherheit
verspricht, ist nicht sicher. Bevor die geeigneten Standorte gewählt
werden und ein schein-partizipatives Mitspracheverfahren aufgegleist
wird, müssen offene Fragen beantwortet und aufgezeigt werden, wie sie mit
der Zeitspanne von 1 Million Jahren umgegangen wird. Es braucht Lösungen
auf Zeit, denn unter Zeitdruck steht niemand, der Müll läuft uns nicht
davon - er strahlt noch lange genug.
Weitere Informationen:
Sabine von Stockar, Projektleiterin Strom und Atom
E-Mail: sabine.vonstockar ät energiestiftung.ch, Tel. 044 271 54 64
Medienmitteilung und Pressebild unter:
www.energiestiftung.ch/aktuell/archive/2010/02/25/das-nagra-konzept-loest-das-pr
oblem-nicht.html
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