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Zur Erinnerung: Gefahrenquelle AKW Fessenheim (Eine kurze Zusammenfassung)]

Fessenheim strahlt : Informationen zum EDF / EnBW AKW Fessenheim

Gefahrenquelle Atomkraftwerk / Kernkraftwerk Fessenheim (Eine kurze Zusammenfassung)

http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/fessenheim-ausstellung.html

30 Kilometer südwestlich von Freiburg und 30 Kilometer südostlich von Colmar stehen die beiden französischen 900 Megawatt AKW Blöcke von Fessenheim, die 1977 und 1978 in Betrieb genommen wurden. Die Nutzung der Atomenergie, gerade auch in Fessenheim, ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt.

  • Umweltbelastend, krank machend und sogar tödlich sind die Folgen des Uranabbaus, der Urananreicherung und die Herstellung der Brennelemente. Im so genannten
  • Normalbetrieb gibt das AKW krebserzeugende Radioaktivität an die Umwelt ab. Ein jederzeit möglicher schwerer Unfall oder Terroranschlag kann das Leben und die Gesundheit von hunderttausenden Menschen in Gefahr bringen und große Gebiete im Herzen Zentraleuropas dauerhaft unbewohnbar machen. Das erdbebengefährdete AKW Fessenheim liegt mitten in der Erdbebenzone Oberrhein.
  • Atomkraftwerke und Atomwaffen sind gerade auch in Frankreich "Siamesische Zwillinge" und "zivile" Nutzung der Atomenergie führt zur weltweiten Weiterverbreitung von Atomkraftwaffen. Noch problematischer und unsicherer als das AKW ist die französische Wiederaufarbeitungsanlage in Cap la Hague. Die Macht und der Einfluss der Fessenheimer Atomkonzerne EDF (F), EnBW (D), INOS, EOS und EWB (CH) auf die Politik in Frankreich, Deutschland und der Schweiz sind undemokratisch. Der in Fessenheim produzierte Atommüll muss eine Million Jahre sicher gelagert werden und gefährdet das Leben zukünftiger Generationen auf dieser Erde.

Eine solche Ausstellung kann die Probleme nur sehr verkürzt darstellen. _Links zu umfangreichen Hintergrundinformationen finden Sie unter den jeweiligen Kurzbeiträgen._


Uranabbau tötet
Die letzten großen abbauwürdigen Uranvorkommen liegen in Australien, Russland, Nordamerika, Südafrika und im Kongogebiet. Für jede Tonne verwertbares Uranerz fallen bis zu 2000 Tonnen strahlender, umweltbelastender Abraum an. Das beim Uranabbau verstärkt entweichende Radongas macht die Bergwerksarbeiter und AnwohnerInnen krank. Ein Beispiel ist der Uranabbau der "Wismut" in Ostdeutschland: Auf Grund der hohen Strahlenbelastung in diesen Gebieten traten dort verstärkt Krebserkrankungen auf. Allein rund 7.000 Lungenkrebsfälle sind dokumentiert. Insgesamt gehen Schätzungen von mehr als 20.000 Opfern im deutschen Uranabbau aus. Die Sanierung der deutschen Urangruben der Wismut hat die SteuerzahlerInnen 6,5 Milliarden Euro gekostet. Die gesundheitlichen Folgen des Uranabbaus in den Ländern der Dritten Welt sind verheerend. Und doch ist Uran endlich: Nach seriösen Schätzungen reichen die Uranvorräte nur noch wenige Jahrzehnte.
Mehr Infos - Uranvorräte
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/energievorraete-energiereserven.html

Radioaktivität im so genannten Normalbetrieb

Der Fessenheimer Krebskamin und das radioaktive Abwasser
In der Propaganda der Atomkonzerne EDF und EnBW werden Atomkraftwerke häufig als "abgasfrei" und klimafreundlich bezeichnet. Doch das Atomkraftwerk Fessenheim gibt auch im sogenannten Normalbetrieb über den Kamin, das Maschinenhaus und das Abwasser (Rhein) radioaktive Stoffe an die Umwelt ab. Jede noch so geringe radioaktive Strahlung kann Krebs auslösen. In der Umgebung vieler Atomanlagen wurden erhöhte Krebsraten festgestellt. Die Grenzwerte für erlaubte Radioaktivitätsabgabe des Atomkraftwerks Fessenheim liegen bei 925 Milliarden Becquerel/Jahr für radioaktives Material, und 74.000 Milliarden Becquerel/Jahr für Tritium (laut einer dpa-Meldung). Die erlaubte "Entsorgung durch Verdünnung", die schleichende Verseuchung über den Kamin und das Abwasser in den Rhein, ist ein Skandal.

Krebs und das AKW Fessenheim?

Aus einer Studie, die das Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) im Dezember 2007 veröffentlichte, geht hervor, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren mit der Nähe zum Reaktorstandort deutlich zunimmt. Die Studie mit Daten von über 6000 Kindern liefert die bislang deutlichsten Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern in der Nähe von Kernkraftwerken. Das Risiko ist demnach im 5-km-Radius für Kinder unter fünf Jahren um 60 Prozent erhöht, das Leukämierisiko um etwa 120 Prozent. Im Umkreis von fünf Kilometern um die Reaktoren wurde für den Zeitraum von 1980 bis 2003 ermittelt, dass 77 Kinder an Krebs erkrankten, davon 37 Kinder an Leukämie. Im statistischen Durchschnitt wären 48 Krebserkrankungen beziehungsweise 17 Leukämiefälle zu erwarten. Der Studie zufolge gibt es also zusätzlich 1,2 Krebs- oder 0,8 Leukämieerkrankungen pro Jahr in der näheren Umgebung von allen 16 untersuchten Akw-Standorten. Die Studie zeigt aber, dass auch im weiteren Radius um AKW die
Kinderkrebshäufigkeit zunimmt. Der prozentuale Anteil sinkt zwar, dafür nimmt aber die Anzahl der kranken Kinder zu, denn dort wohnen und leben mehr Kinder als in direkter Nähe des AKW. Am Oberrhein bläst der Wind häufiger von Frankreich nach Deutschland, als umgekehrt. Wegen der "Verteilungswirkung" des Fessenheimer Schornsteins ist die direkte elsässische Umgebung des AKW vermutlich weniger stark betroffen, als badische Gemeinden, die in der Hauptwindrichtung liegen (Freiburg, Breisach, Bad Krozingen...).
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete im Dezember 2007, dass die Forscher der Universität Mainz einen klaren Zusammenhang zwischen Nähe des Wohnorts zu Atomkraftwerken und der Häufigkeit von Krebserkrankungen herstellen.
Mehr Infos zur Studie
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/krebs-kinderkrebs-akw-kkw.html>

Atomunfälle und Reaktorkatastrophen -- Die große Gefahr
In jedem AKW wird in einem Betriebsjahr pro Megawatt elektrischer Leistung die Radioaktivität einer Hiroshima-Bombe erzeugt. Das heißt, dass in den beiden Fessenheimer Reaktorblöcken mit je 900 MW Leistung im Jahr in etwa die kurz- und langlebige Radioaktivität von ca. 1800 Hiroshima-Bomben entsteht. Die "Freisetzung" nur eines kleinen Teils dieser Radioaktivität hätte verheerende Folgen für die betroffene Region. Große Landstriche müssten für lange Zeiträume evakuiert werden. Dies wäre eine menschliche und ökonomische Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes, insbesondere im dicht besiedelten Gebiet am Oberrhein. Alternde, laufzeitverlängerte AKW (in Fessenheim stehen die ältesten Reaktoren dieses Typs in Frankreich, die 1977 und 1978 in Betrieb genommen wurden) vergrößern die Unfallgefahr. Dazu kommt die Erdbebengefahr im Rheingraben. PolitikerInnen, die vor diesen Gefahren die Augen verschließen, sind apokalypsenblind. Der Unfall von Tschernobyl wird sich so kein zweites Mal wiederholen. Die nächste Katastrophe, ob in Ost- oder Westeuropa, oder eben in Fessenheim wird neue, nicht vorhersehbare und nicht planbare Ereignisabläufe bringen. Überall, wo Menschen arbeiten, gab und gibt es Fehler. Die
Atomtechnologie verträgt keine Fehler, insbesondere nicht in einem altersschwachen AKW. Sie ist nicht menschengerecht. Dazu kommt die Gefahr durch jederzeit mögliche Terroranschläge.

Für eine vergrößerte Version der Grafik hier klicken
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/images/upload/funktion-druckwasserr eaktor.jpg>

Mehr Infos - Atomunfall
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/waswaerewenn.html>

Das AKW Fessenheim und Erdbeben
Der Oberrheingraben gehört zu den seismisch aktivsten Zonen in Frankreich und Deutschland und im Jahr 1356 hat ein Erdbeben der Stärke 6,5 auf der Richterskala die Stadt Basel zerstört. Das AKW Fessenheim sei erdbebensicher und für ein Erdbeben wie das Basler Beben ausgelegt, sagen EDF und EnBW.
Die Atomkonzerne haben recht! Das Atomkraftwerk Fessenheim könnte sogar noch einem viel stärkeren Beben als dem Basler Beben standhalten! Dieses Beben muss nur sehr sehr weit von Fessenheim entfernt stattfinden. Wissenschaftler bestätigen: "Das AKW Fessenheim übersteht möglicherweise ein zweites Beben von der Stärke des Basler Bebens wenn dieses Beben sein Epizentrum mindestens 30 km vom AKW Standort entfernt hat." Wer aber sagt, dass sich dieses Beben nicht direkt unter Fessenheim abspielt? Wenn das AKW Fessenheim einem Basler Beben am Standort Fessenheim nicht standhält dann ist es nicht erdbebensicher und gehört abgestellt. Dann ist die Aussage "Fessenheim ist erdbebensicher" ein Lüge. Es war unverantwortlich in Fessenheim ein AKW zu bauen und es ist skandalös es weiter zu betreiben. Die Pläne irgendwann zwei neue EDF / EnBW Reaktoren nach Fessenheim zu bauen ein ist verantwortungslos.

Größere Kartenansicht
<http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&q=Fessenheim,+Haut-Rhin,+Elsass,+Frankreic h&sll=52.036337,9.414339&sspn=0.040128,0.079823&ie=UTF8&cd=2&geocode=0,47.914926 ,7.537813&t=k&om=1&ll=47.903009,7.562907&spn=0.003596,0.006437&z=16&iwloc=addr&s ource=embed>

Die Gefährdung des AKW durch potentielle Anschläge
und Terror wird in der politischen Debatte gerne verdrängt und ausgeblendet. Doch die sogenannte friedliche Nutzung der Atomenergie hat die Büchse der Pandora weit geöffnet. Für Atom - Terrorismus gibt es vier denkbare Wege:

  • Aus spaltbarem Material (Plutonium-239, hochangereichertes Uran-235...) könnte ein nuklearer Sprengkörper einfachster Technologie gebaut werden
  • Verwendung einer (gestohlenen) Atombombe aus Beständen regulärer Armeen
  • Radioaktives Material kann mit Hilfe einer geeigneten technischen Vorrichtung in der Umwelt verbreitet werden, um eine radioaktive Verseuchung zu schaffen (Schmutzige Bombe)
  • Direkter Angriff auf ein Atomkraftwerk, einen Castortransport, eine Wiederaufarbeitungs-anlage oder sonstige Atomanlage

Während die Punkte 1 und 2 technisch extrem aufwändig und sehr unwahrscheinlich (aber nicht ausgeschlossen) sind, müssen die letzten beiden Punkte als konkrete Bedrohungen angesehen werden. Ein Anschlag mit "modernen" panzerbrechenden Waffen auf das AKW hätte verheerende Auswirkungen. Panzer- und bunkerbrechende Waffen aller Art gehören leider schon lange zum gängigen Waffenarsenal im Bereich des Terrorismus. Solange das AKW {AKWNAME} nicht abgestellt ist, gehört es zumindest besser gesichert als bisher.
Mehr Infos - Atomterrorismus
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/akw-terror.html>

Flugzeugabsturz und das AKW Fessenheim
Eine geheimgehaltene Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terror-Anfälligkeit von Atomkraftwerken wurde u.a. vom Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht.
_Wir zitieren:_
/Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU auszulösen. Wenn nur ein Triebwerk eine
Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich". Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken. Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein
Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war - rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken"./

_Die Süddeutsche Zeitung schrieb:_
/"Keiner der 19 deutschen Atommeiler ist so gegen einen Flugzeugabsturz gesichert, dass eine Atomkatastrophe als Folge ausgeschlossen werden kann."/

Fessenheim ist ein besonders schlecht geschütztes Kernkraftwerk. Es kann nicht angehen, angesichts dieser Gefahren den Kopf in den Sand zu stecken. Nicht einmal die "nächste" Atomkraftwerksgeneration, der Europäische Druckwasserreaktor (EPR), könnte einen gezielten Anschlag überstehen. Nach einem Anschlag mit modernen Waffen oder einem Flugzeug auf das Atomkraftwerk würden das Elsass und Baden- Württemberg aufhören, in der bisherigen Form zu existieren.
Mehr Infos Flugzeugabsturz Terrorgefahr und AKW
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/akw-terror.html>

Folgen möglicher Atomunfälle im AKW Fessenheim
/(aus einer Studie des Ökoinstituts Darmstadt im Auftrag der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen)/
Hintergrund der Studie war ein angenommener schwerer Atomunfall im französischen EDF / EnBW-Atomkraftwerk Fessenheim: "Bei lebhaftem Südwestwind mit Regen würde sich eine bis zu 370 km lange Schadensfahne von Fessenheim bis in den Raum Würzburg-Nürnberg erstrecken. In deren Bereich müssten alle Siedlungen auf 50 Jahre geräumt werden, sollten die Richtlinien von Tschernobyl zur Anwendung kommen. Betroffen wären u.a. die Städte Freiburg, Freudenstadt, Tübingen, Stuttgart, Heilbronn und Schwäbisch Hall." (Sollte der Wind am Katastrophentag in eine andere Richtung wehen, so wären natürlich andere Städte und Gemeinden betroffen.) Der Atomunfall in Tschernobyl hat gezeigt, dass die bestehenden Katastrophenschutzpläne mit einem vorgesehenen
8-km-Evakuierungsradius Makulatur sind und nur der Beruhigung der Menschen dienen.

Der Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim:
Im "sicheren" Haus bleiben und gleichzeitig die Jodtabletten von den zentralen Sammelstellen abholen. Wie soll das gehen?
_
Auszug aus der offiziellen "Notfallbroschüre" für das AKW Fessenheim Seite 7:_
/Die bei einem solchen Ereignis im Kernkraftwerk freigesetzten radioaktiven Stoffe werden vor allem mit der Luft transportiert. Der Verbleib in den Häusern bietet gegen Strahlung einen beträchtlichen Schutz./

_Auszug aus der "Notfallbroschüre" Seite 8:_
/Kaliumjodtabletten werden vorrätig gehalten. Nach einem erfolgten Aufruf über den Rundfunk oder nach entsprechenden Lautsprecherdurchsagen können Sie diese Tabletten bei den Ausgabestellen Ihres Wohnortes abholen.../

Nach Ansicht des BUND müssten die Jodtabletten an alle Haushalte in großem Umkreis um die AKW verteilt werden. Es genügt nicht, die Jodtabletten (die nur einen sehr begrenzten Schutz bieten) im engen Radius um die Atomanlagen zu verteilen.

Der bisherige Katastrophenschutzplan
kann bei Unfällen, die erst nach mehreren Tagen zu einer "Freisetzung" von Radioaktivität führen, zu einem gewissen Schutz der Bevölkerung beitragen. Es ist sicher sinnvoll, sich mit ihnen auseinander zu setzen, denn die Folgen und die Zahl der Todesfälle könnten reduziert werden. Der Notfallschutz kann und soll auch Panikreaktionen verhindern, also beruhigen.

Bei schweren atomaren Katastrophen,
bei denen nach kurzer Zeit ein Großteil des radioaktiven Inventars entweicht, bietet der jetzige Katastrophenschutzplan nur eine minimale Hilfe. Solche Unfälle, deren Eintrittswahrscheinlichkeit gering ist, die aber dennoch jeden Tag möglich sind, sprengen unser
Vorstellungsvermögen. /(Ansonsten hätten auch schon mehr Menschen den Stromanbieter gewechselt)/
Mehr Infos - katastrophaler Katastrophenschutz für AKW
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/katastrophenschutz-fessenheim-akw.h tml>

/Folgen eines schweren Unfalls oder eines Terroranschlages auf das AKW Fessenheim für Sie:
Nehmen Sie einen Zirkel und ziehen Sie einen Kreis von ca. 300 Kilometer um das AKW Fessenheim. Wenn Sie in diesem Kreis wohnen und es zu einem schweren Unfall oder Terroranschlag kommt, zu einer Katastrophe die unwahrscheinlich ist und die dennoch morgen schon eintreten kann, wenn ein Teil des radioaktiven "Inventars" des AKW austritt und der Wind in Richtung Ihres Wohnortes weht, dann werden Sie diese Ihre Heimat, mit allem was Sie in Jahrzehnten mühevoll aufgebaut haben, schnell und endgültig verlassen müssen und froh sein, einfach nur zu überleben./

Der gefährlichste "Zaun" im Dreyeckland
Hinter diesem festungsähnlichen Zaun wird das AKW Fessenheim versteckt. Das umzäunte Gelände ist aber so groß, daß problemlos zwei weitere Reaktoren dazugebaut werden könnten. Wenn es nach dem Willen von EnBW und EdF ginge, könnten hier in wenigen Jahren zwei neue Atomkraftwerke gebaut werden. Ohne den grenzüberschreitenden Widerstand gegen Fessenheim hätte der Bau schon begonnen. Der von Siemens und Framatome geplante Europäische Druckwasserreaktor (EPR, European Pressurized Water Reactor) soll die alten AKWs ersetzen. Unsere Stromgelder an EnBW und EdF werden für diese Planungen mißbraucht. Wieder einmal wird uns von der Atomlobby das Märchen vom "neuen, absolut sicheren AKW" aufgetischt. Wenn Großkonzerne wie das EnBW ihre Atompläne im eigenen Land (noch) nicht realisieren können, dann werden eben die Völker gegeneinander ausgespielt und das neue AKW einfach in Frankreich gebaut. Nur massiver, gewaltfreier Widerstand kann diese Pläne verhindern.

Mehr Infos zum EPR, zum Europäischen Druckwassereaktor
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/epr-europaeischer-druckwasserreakto r-neue-akw.html>

Der Super-GAU in Tschernobyl
Der Super-GAU im AKW Tschernobyl geschah am 26. April 1986. Während eines Experiments geriet Block 4 des Atomkraftwerkes außer Kontrolle. Noch kurz vor dem Unfall war dieser russische Reaktortyp auch in westlichen Medien als "besonders sicher" beschrieben worden. Die Hitze verbog Metall und Reaktorstäbe und der Kern konnte nicht mehr gekühlt werden. Es kam zur Explosion, durch die innerhalb des Reaktors 1500 Tonnen Graphit in Brand gerieten. Der Feuersturm riss radioaktive Materialien kilometerhoch in die Atmosphäre, wo sie von starken Winden erfasst wurden. Eine radioaktive Wolke verteilte den Fallout über weite Teile Europas, Millionen Menschen wurden einer starken Strahlenbelastung ausgesetzt. Es gab zehntausende Tote, obwohl Tschernobyl in einer dünn besiedelten Region liegt. Viele Menschen sind schwer erkrankt und die Zahl der Krebserkrankungen nimmt zu. Ein Gebiet, halb so groß wie die Bundesrepublik, wurde in der Ukraine, Weißrussland und Russland verseucht; 375 000 Bewohner mussten umgesiedelt werden. Über die Opferzahlen gibt es einen interessengeleiteten Streit. Die in der IAEO organisierte Atomlobby versucht die Unfallfolgen herunterzuspielen und zu verharmlosen. Wer neue Atomanlagen bauen will, (wie die EDF in Fessenheim) muss Unfälle aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängen. _

Eine mit dem Unfall von Tschernobyl durchaus vergleichbare Katastrophe für die Menschheit ist jedes neue Land, das mit Hilfe der so genannten friedlichen Nutzung der Atomenergie zum Atomwaffenstaat wird.

_

Haben Sie einen Fluchtkoffer gepackt?
Auszug aus dem offiziellen Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim

/Der Katastrophenstab für den Regierungsbezirk Freiburg gibt folgende ANORDNUNG zur Räumung bestimmter Ortschaften bekannt:
Durch den bereits gemeldeten Unfall im Kernkraftwerk Fessenheim/Elsaß wurde vorübergehend Radioaktivität freigesetzt, wodurch in einigen Gebieten der näheren Umgebung des Kernkraftwerkes Vorsichts-Maßnahmen für die Bevölkerung geboten sind.
Die Bevölkerung wird zur sofortigen Räumung der umliegenden Ortschaften aufgefordert.
Kraftfahrzeugbesitzer werden gebeten, möglichst ältere oder geh-behinderte Nachbarn, Mütter mit Kleinkindern und andere hilfsbedürftige Nachbarn bis zu den genannten Kontrollstellen mitzunehmen. Wer nicht motorisiert ist, begibt sich auf kürzestem Weg zur nächsten Schule, Sporthalle, Gemeindehalle, Kirche oder einem anderen festgelegten Versammlungsraum und wartet dort auf die Abholung. Haus-, Nachbargemeinschaften und sonstige Gruppen von mindestens 30 Personen können sich auch in anderen geeigneten Räumlichkeiten (z.B. Gaststätten und Saalbauten) versammeln und das Bürgermeisteramt oder die nächste Polizeidienststelle zwecks Abholung verständigen. Veranlassen Sie bitte unbedingt die Abholung von alleinstehenden, hilflosen und schwerkranken Nachbarn.
Beim Verlassen der Wohnung nur das Nötigste mitnehmen! Dazu gehören:

/

  • /Ausweise, Wertpapiere, Geld und andere Wertsachen /
  • /Je eine Garnitur Oberkleidung, Schuhe und Unterwäsche zum Wechseln /
  • /Waschzeug und besonders verordnete Medikamente /
  • /Ein Mundvorrat als Wegzehrung. Mitgeführte Sachen sind staubdicht zu verpacken, z.B. in verschnürten Plastiktüten /
  • /Wasserdichte Regenkleidung, besonders auch für Kopf und Füße, ist unabhängig vom Wetter ein wirksamer Schutz gegen radioaktive Verunreinigungen; wenn Sie das Haus verlassen, nützt ein Regenschirm nur bei Regen; bei Wind und bei jeder Staubentwicklung atmen Sie im Freien möglichst nur durch ein Taschentuch/

/

In geschlossenen Räumen können Sie alle Räumungsvorbereitungen in Ruhe und mit Besonnenheit treffen. Vermeiden Sie aber unnötigen und längeren Aufenthalt im freien. Bewahren Sie auf jeden Fall Ruhe, wenn Ihnen Meßtrupps und Hilfskräfte unter Schutzmasken und Schutzanzügen begegnen. Diese sind länger im Freien, müssen radioaktive Verunreinigungen aufspüren und beseitigen und sind nur deshalb besonders geschützt. Für Sie selbst besteht deshalb keine erhöhte Gefahr. Bewahren Sie Ruhe und Besonnenheit!
Diese Durchsage wird jetzt und in kurzen Abständen wiederholt. Bei Bedarf werden weitere Mitteilungen gemacht/

Auszug aus dem offiziellen Katastrophenschutzplan für das AKW Fessenheim mehr Infos zum sogenannten AKW - Notfallschutz
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/katastrophenschutz-fessenheim-akw.h tml>

Wie gefährlich ist der Atommüll aus Fessenheim?
In einem AKW entsteht in einem Jahr pro Megawatt Leistung ca. die kurzund langlebige Radioaktivität einer Hiroshimabombe. Das heißt, in den beiden Fessenheimer 900 MW Reaktoren entsteht jährlich ca. die Radioaktivität von 1800 Hiroshimabomben. Ein Teil dieser Radioaktivität zerfällt nach relativ kurzer Zeit. Manche radioaktiven Stoffe ("Isotope") zerfallen in wenigen Jahren (z.B. das klimaschädliche Krypton-85: 10,76 Jahre Halbwertzeit). Andere radioaktive Gifte haben extrem lange Halbwertszeiten (z.B. Jod-129: 17 000 000 Jahre). Ins Endlager kommt ein "Cocktail" aus vielen gefährlichen Abfallstoffen. Ein atomares Endlager muss also Sicherheit über viele Halbwertszeiten, über mindestens eine Million Jahre(!) geben - über Zeiträume, die unser Vorstellungsvermögen sprengen. Der Fessenheimer Atommüll soll irgendwann ins geplante, höchst umstrittene Endlager nachBure. Es fällt schwer, die Gefahren und Gefährdungszeiträume von Atommüll zu denken.
Mehr Informationen
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/atommuell-benken.html>

Plutonium und der Pharao
Beim Betrieb eines AKW mit 1000 MW Leistung entstehen pro Jahr ca. 200 - 250 kg hochgefährliches Plutonium. Wenn der bekannte ägyptische Pharao Cheops vor 4550 Jahren nicht die berühmte Pyramide gebaut, sondern ein AKW 4 Jahre lang betrieben hätte, dann wären neben vielen anderen Abfällen ca. 1000 kg Plutonium zusammengekommen. Bei einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren (Plutonium 239) wären heute noch 877 kg vorhanden. Nach 10 Halbwertszeiten, also nach 241 100 Jahren müssten immer noch ca. 0,1% der Ausgangsmenge, also 1 kg Plutonium dauerhaft sicher gelagert werden.

Atomkraftwerk Fessenheim heizt Fischen ein
Das AKW Fessenheim hat keine Kühltürme und setzt zu hundert Prozent auf die, für den Betreiber EDF profitable, für die Umwelt aber verheerende Flusswasserkühlung.
Laut Arrêté préfectorale vom 26.05.1972 darf der Rhein durch die beiden Blöcke des AKW Fessenheim im Juni, Juli und August um skandalöse 4 °C und im September, Oktober, November, März, April und Mai um 6,5 °C erwärmt werden. Im Dezember, Januar und Februar darf der Rhein sogar um 7 °C wärmer werden. Bis auf 30 Grad darf das Atomkraftwerk den Rhein aufheizen.

Diese unglaubliche Genehmigungspraxis
spiegelt den verheerenden umweltpolitischen Zeitgeist aus dem Jahr 1972 und die politische Macht der EDF. Damals war der Rhein eine Kloake, weil jeder Dreck ungeklärt in den Fluss eingeleitet werden durfte. In den letzten 30 Jahren hat die Umweltbewegung in Sachen Wasserqualität viel erreicht. Durch unseren Druck haben sich die Gesetze und Vorschriften geändert und Bäche und Flüsse sind sauberer geworden. _Nur an der thermischen und radiologischen Rheinverschmutzung durch das AKW Fessenheim hat sich nichts verändert. _In Zeiten des Klimawandels und heißer Sommer entwickelt sich hier ein zunehmendes Umweltproblem. Wenn alle Kraftwerke am Rhein auf Kühltürme verzichtet hätten, dann wäre der Rhein biologisch tot.
Mehr Infos Atomkraftwerke und Rhein
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/fessenheim-heizt-fischen-ein.html> Zusätzlich zur Erwärmung des Rheins kommt noch die radioaktive Verschmutzung.
Alle Atomkraftwerke belasten auch im so genannten Normalbetrieb die Flüsse mit radioaktivem Tritium. Der Grenzwert für erlaubte Radioaktivitätsabgabe in den Rhein liegt in Fessenheim bei 74.000 Milliarden Becquerel im Jahr.

Der atomare Umweltclub von EDF und EnBW
Mit der Gründung des so genannten Umweltvereins "Au fil du Rhin" (dt.: "Entlang des Rheins") in Fessenheim versuchen die beiden AKW Betreiber EDF und EnBW den Begriff der Nachhaltigkeit für sich zu besetzen und die Umweltbewegung zu spalten und zu kaufen. Auch die Kampagne für den Euroreaktor EPR, der von Siemens und Framatome in Frankreich und bei einem Regierungswechsel auch in Deutschland gebaut werden soll, läuft genau wie "Au fil du Rhin" unter dem Deckmäntelchen der Nachhaltigkeit. Die "Nachhaltige Kernenergie" ist das Motto der neuen Atomkampagne. Mit Lockvogelangeboten und viel Geld sollen regionale Umweltorganisationen in diesen "neuen Umweltverband" gelockt werden, doch BUND und Alsace Nature lehnen die Mitgliedschaft in einer solchen Tarnorganisation der Atomindustrie ab. EDF und EnBW setzen auf Käuflichkeit der
Umweltbewegung und der Menschen. In Sachen neue AKW und Europäischer Druckwasserreaktor geht es alleine in Frankreich um ein Geschäft von weit über 200 Milliarden Euro. Industriegesteuerte Bürgerinitiativen, verlogene Umweltzertifikate wie ISO 14001, Greenwash und Atompropaganda gehören da zur langsam anlaufenden Pro - Atom - Werbekampagne für die fast unbegrenzte Geldmittel zur Verfügung stehen. Mit derartigen Desinformationskampagnen gefährden die Atomstromproduzenten auch die Demokratie.

Mehr Infos zur Fessenheimer Atom- und Umweltpropaganda und zu "au fil du rhin"
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/fessenheim-gruen-schminken.html>

Atomkraftwerk Fessenheim: Ja Bitte!
Selbstverständlich gibt es in Frankreich und Südbaden auch eine einflussreiche, mächtige Pro - Atomlobby. In Sachen Fessenheim geht es um viel Geld. Bereits jetzt "kauft" die EDF mit Steuergeldern und "Zuwendungen" Gemeinden Vereine und Politiker.
Das Atomkraftwerk Fessenheim leistet pro Jahr rund 30 Mio. ¤ an Zahlungen (Gewerbesteuern, Gebühren und Zuwendungen) an staatliche Gremien und lokale Behörden. Immer wieder werden auch ganze Anzeigenseiten in elsässischen und badischen Medien gekauft.

_Der CLS wurden dazu folgende Angaben gemacht:_
10,5 Mio. ¤ Gewerbesteuer
0,8 Mio. ¤ Grundstückssteuer
11,5 Mio. ¤ Wasserentnahmegebühren
8,4 Mio. ¤ Atomgebühren ("redevances Installations
Nucléaires de Base")
Was ansonsten noch an Geldern "fließt" wissen wir nicht. Viele regionale Politiker sind nicht aus Überzeugung für Atomkraft. Es geht ums Geld!

EDF und EnBW setzen auf Käuflichkeit
der Menschen. Das viele Geld an Gemeinden und Vereine wird genutzt, um Akzeptanz für das AKW Fessenheim zu kaufen.
Jedes Jahr Laufzeitverlängerung bringt uns mehr Gefahren und den AKW-Betreibern pro Kraftwerksblock im Mittel Zusatzgewinne von etwa 300 Mio. Euro. Wenn Fessenheim also 1 Jahr früher abgestellt wird kostet das die EDF ca. 600 Mio. Euro. Und auch bei den Plänen neue Reaktoren nach Fessenheim zu bauen geht es um schwindelerregende Summen. 3,2 Milliarden Euro soll der erste Europäische Druckwasserreaktor EPR, der gerade zu Dumpingpreisen in Olkiluoto in Finnland gebaut wird kosten. Realistisch sind nach Expertenansicht eher 4 Milliarden Euro. Beim Neubau von zwei neuen Reaktorblöcken in Fessenheim geht es also um die Summe von ca. 8 000 000 000 Euro. Gehen wir von 5% "Werbung" und "baubegleitenden Maßnahmen" zur politischen Akzeptanzgewinnung aus, dann handelt es sich um einen Betrag von 400 Millionen Euro. Aus Überzeugung für das AKW Fessenheim? "It's the money, stupid!"

Atomkraftwerk + Atomwaffen = Atomkraftwaffen
Das größte Atomproblem ist die Gefährdung allen Lebens mit der weltweiten Verbreitung von Atomkraftwaffen durch den Bau von Atomkraftwerken, Urananreicherungsanlagen und dem Schwarzmarkt für Plutonium. Wieso haben Länder wie Pakistan und Israel Atomwaffen? Weil sie mit Hilfe der "friedlichen Nutzung der Kernenergie" Mittel und Wege gefunden haben, Atomkraftwaffen zu bauen. Und jedes alte und neue AKW (auch der neue Siemens Euroreaktor EPR) vergrößert die Gefahr für den Weltfrieden. Deutlich wird diese Gefahr auch beim Streit um das iranische bzw. nordkoreanische Atomprogramm und die iranische bzw. nordkoreanische Atombombe. Doch der erhobene Zeigefinger in Richtung Nordkorea und Iran gilt nicht, wenn hinter diesem Zeigefinger eigene Atomwaffen, AKW und Urananreicherungsanlagen stehen.

Woher kommt die Anmaßung der Atomstaaten,
anderen Ländern das verbieten zu wollen, was sie selber haben? Wie der Kolonialismus lässt sich eine weltweite atomare Zweiklassengesellschaft auf Dauer nicht aufrecht erhalten. Wer im eigenen Land Atomkraftwerke betreibt und länger laufen lässt, wer heimlich auf den Bau neuer Siemens Druckwasserreaktoren spekuliert, liefert dem Rest der Welt gute Gründe, neue Atomkraftwerke und Atomwaffen zu bauen, fördert die Proliferation und gefährdet so diesen Planeten und alles Leben. Deshalb fordert der BUND auch den schnellen, nationalen und internationalen Ausstieg aus der Gefahrtechnologie Atomenergie.

Wie der französische Präsident Sarkozy durch Atomexporte an Gaddafi und Andere den Weltfrieden gefährdet
Der französische Präsident verkauft für die Atomkonzerne Areva und Siemens Atomkraftwaffen an Libyen, Marokko, Algerien, China...

Über zwei Jahrzehnte nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl hat Herr Sarkozy die atomare Katastrophe vergessen oder verdrängt. (besser: Das Vergessen wurde/wird in Frankreich von einflussreichen Lobbygruppen gut organisiert) Staatspräsident Sarkozy hofiert den Ex-Diktator und verkauft französische AKW und sorgt so für die Proliferation von Atomwaffen.
Der französische Präsident sieht sich als Außendienstmitarbeiter und Vertreter der französischen Atomkonzerne.
Sarkozy, AKW & Atomwaffen
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/sarkozy-gaddafi-akw-epr.html>
Mehr Infos zu AKW und Atomwaffen
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/atomkraftwaffen-abschaffen.html>

Fessenheimer Gefahrzeitverlängerung
Auch das AKW in Fessenheim (Ingefahrnahme 1977 und 1978) soll länger laufen als ursprünglich geplant um so die Gewinne der EDF, EnBW, INOS,EOS und EWB zu erhöhen. Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk Fessenheim bedeutet mehr Atommüll, mehr atomares Risiko durch die Alterung der Atomkraftwerke, mehr Gefahr durch die Versprödung der Reaktordruckgefäße, durch die Weitergabe von Atomkraftwaffen und die zunehmende Gefahr von Atomterrorismus. Laufzeitverlängerung für AKW ist eine unverantwortliche Gefahrzeitverlängerung.
mehr Infos - AKW Laufzeitverlängerung ist Gefahrzeitverlängerung <http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/laufzeitverlaengerung-akw-kkw-atomk raftwerk.html>

Atomkraft und die Klimakatastrophe
"Atomkraftwerke schützen das Klima". Damit werben die Atomkonzerne und Atomparteien fürden scheinbar CO_2 -freien Atom-Kraftwerkspark. Diese geschickte Werbebotschaft der AKW-Betreiber soll Akzeptanz für alte und neue AKW schaffen. Im Zeitalter der organisierten Desinformation erleben wir hier ein spannendes Exempel. Die Forderung nach neuen
Atomkraftwerken dient auch der psychologischen Entlastung viele Politiker der Atom- und Kohleparteien. Sie tragen die Hauptverantwortung für die bisherige und zukünftige Verschwendung von Energie, Rohstoffen und für die drohende Klimaveränderung. Die Werbeabteilungen der Atomkonzerne bieten Ihnen jetzt eine schöne Illussion, sich scheinbar aus der Verantwortung stehlen zu können. Mit vorgeschobenen Umweltargumenten wird Umweltschutz verhindert und umweltgefährdente Anlagen "grüngewaschen". Die Propaganda der Umweltzerstörer ist besser geworden. Die Nutzung der Atomenergie ist nicht nur lebensbedrohend, sondern auch die teuerste Art von Klimaschutz. Der Bau neuer AKW kommt uns wesentlich teurer als das Energiesparen oder die Errichtung moderner Gaskraftwerke. Umweltforscher haben berechnet, dass sich durch Investitionen im Bereich Energieeinsparung mehr als die doppelte Menge an Kohlendioxid vermeiden lässt als bei vergleichbaren Investitionen in den Bau neuer AKW. Atomenergie soll angeblich der Schlüssel zum Klimaschutz sein, da sie kein Kohlendioxid (CO_2 ) emittiert. Dies ist nur auf den ersten Blick richtig. Auch Atomenergie ist nicht CO_2 -frei zu haben! Denn der Betrieb von Uranerzminen und
Urananreicherungsanlagen, der Transport von Atommüll und nicht zuletzt der Bau und Abriss von Atomkraftwerken verursachen CO_2 -Emissionen. Das Freiburger Öko-Institut hat eine interessante Bilanz erstellt: Die CO_2 -Emissionen eines AKW betragen etwa 25-50 Gramm/Kilowattstunde. Stromsparmaßnahmen und regenerative Energien "emittieren" nur 0-20 Gramm/Kilowattstunde. Die Atomkraft zieht also eindeutig den Kürzeren! Mit falschen Argumenten nutzen AKW-Befürworter die berechtigte Sorge der Bevölkerung vor dem Klimawandel, um mehr Akzeptanz für die atomare Technologie zu schaffen. Nur der Dreiklang aus erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung kann den Klimawandel stoppen. Aus Techinikoptimisten und Förderern in Sachen Atomtechnologie werden Technikpessimisten und Verhinderer, wenn es um Sonnenenergie und Windkraftwerke geht.
Die ökologische Ärzteinitiative IPPNW hat berechnet, dass bis zum Jahr 2050 1000 neue AKW gebaut werden müssten (bisher gibt es weltweit 442), um 10 % der fossilen Energie zu ersetzen. Die endlichen Uranreserven wären dann in Kürze erschöpft.
Mehr Infos - Atomkraft, Atomkraftwerk, AKW, Klima und Klimaschutz <http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/akw-und-klimaschutz.html>

Die kommende weltweite Energiekrise und das Uran
Die weltweiten Energievorräte und Uran reichen nur noch für wenige Jahrzehnte

Die Erde steuert auf eine gigantische Energiekrise mit massiven ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu, wenn der Umstieg auf nachhaltige, regenerative Energien nicht beschleunigt wird. Die Übernahme unseres westlichen Verschwendungsmodells durch Indien und China beschleunigt die kommende Energiekrise. Der von den
Werbeabteilungen der Atomkonzerne ins Gespräch gebrachte Heilsbringer Uran wird ähnlich schnell aufgebraucht sein wie Erdöl und Erdgas.

_Die Fachzeitschrift Politische Ökologie schreibt in ihrer Ausgabe vom März 2004:_
/Bei den Steigerungsraten des Verbrauchs, welche die Internationale Energieagentur des OECD (International Energy Agency, IEA) berechnete, ergibt sich:

/

  • /ein Ende des Erdöls um 2035, /
  • /von Erdgas vermutlich vor 2040, /
  • /Kohle reicht bis maximal 2100. Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass sie die anderen Energieträger ersetzen muss und gleichzeitig zu einem gesteigerten CO_2 -Ausstoß führt. /
  • /Uran reicht bei der heutigen Förderung nur bis 2040./

Nur ein rascher Umbau unserer weltweiten Raubauwirtschaft auf Nachhaltigkeit und die Nutzung regenerativer Energien können die drohende Energiekrise verhindern.
Mehr Infos - Weltweite Energievorräte/ Energiereserven/
Energieressourcen
http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/energievorraete-energiereserven.html

Mit neuen Elektroheizungen wird der Strombedarf gezielt in die Höhe getrieben
"Mit neuen Atom- und Kohlekraftkraftwerken decken wir nur den wachsenden Bedarf" sagen die Energieversorgungsunternehmen. Gleichzeitig läuft eine bundesweite Werbekampagne
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/elektroheizungen-teuer.html> für elektrische Direktheizungen und Nachtspeicheröfen.
Für diese teuere, umweltschädliche, für die Konzerne aber
gewinnbringende Form der elektrischen Energieverschwendung wird zur Zeit massiv geworben. So wird gezielt Energie verschwendet und "Bedarf" für neue Kraftwerke geschaffen, während öffentlich über Energiesparlampen diskutiert wird.

In der Zeitschrift "Die Welt" fand sich das folgende Zitat über die EnBW Tochter Yello:
"Dabei wird Yello bei den Franzosen etwa 10% Wasserstrom und 60 bis 70% Atomstrom einkaufen. Lieferanten sind die beiden grenznahen Kernkraftwerke der EDF Fessenheim und Cattenom."EnBW Strom und Yello "Billigstrom" ist Gefahrstrom aus alten AKW.

Energiealternativen
Das Wachstum im Bereich der alternativen Energien gehört zu den wenigen hoffnungsvollen Zeichen der Zeit. Von 1995 bis 2005 haben sich die Preise für atomare und fossile Energien mehr als verdoppelt, während sie sich für erneuerbare Energien halbiert haben. Windstrom ist global die am schnellsten expandierende Energienutzung. In der EU gingen im Jahr 2005 alle zwei Monate 1000 MW neue Windenergie ans Netz. In Kilowatt (Leistung) entspricht dies einem neuen AKW Gösgen (CH), in
Kilowattstunden (Produktion) wird damit ein Atomreaktor der Größe Beznau (CH) ersetzt - und dies alle 60 Tage. Und genau dieses positive Wachstum der zukunftsfähigen Energien wird von den Anhängern der atomar-fossilen Energiegewinnung massiv bekämpft, denn jede neue Photovoltaikanlage und jedes neu gebaute, privat finanzierte Windrad nimmt den AKW-Betreibern und Atomkonzernen Anteile an der Stromproduktion weg. Widerstand gegen Windräder wegen Vögeln, Fledermäusen und Landschaftsschutz? Es geht um Geld und Macht!

Was tun?
Wenn Sie sich diese Ausstellung anschauen, sich heftig über die Atomkonzerne EnBW, EDF, RWE, E.ON, Vattenfall, Siemens und die Atomparteien ärgern, "die Faust im Sack ballen", nachts mit den Zähnen knirschen, aber ansonsten nichts tun, dann nützt das recht wenig.

  • Engagieren Sie sich! Für die Stilllegung der Atomkraftwerke und gegen die geplanten Euroreaktoren.
  • Leben Sie energischer. Werden Sie aktiv beim BUND oder bei den Bürgerinitiativen und der Anti-Atom-Bewegung vor Ort.
  • Wichtig: Wenn Sie eine Homepage haben, dann legen Sie doch bitte einen Link zu dieser Seite
  • Wenn Ihr Energieversorgungsunternehmen Sie mit Atomanlagen bedroht, dann lassen Sie sich das nicht gefallen. Wechseln Sie zu einem "echten" Ökostromanbieter, wie z. B. zum BUND Regionalstrom. <http://www.bund-regionalstrom.de/>
  • Bringen Sie das Atomthema zur Sprache: Bei der Arbeit, im Verein, dort wo Sie leben, arbeiten und aktiv sind.
  • Lassen Sie sich nicht gegen Ihre europäischen Nachbarn ausspielen. Die Atomlobby arbeitet grenzüberschreitend. Wir Umweltschützer auch.
  • Setzen Sie sich ein, für Mensch, Natur, Umwelt und für eine nachhaltige, erdverträgliche Entwicklung.
  • Engagieren Sie sich für die Demokratie. Die Dauerregierungsmitglieder EnBW (D), EDF (F) und AXPO (CH) verstärken ihren Einfluß auf Politik und Medien in Deutschland, Frankreich und der Schweiz und gefährden die Demokratie.
  • Bekennen Sie sich zu Ihrem Engagement. Mit einem Leserbrief, einem Aufkleber im Fenster, am Rad, an der Mülltonne, am Auto oder mit einem Plakat am Hoftor (Materialien gibt's im BUND Freiburg Shop http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/aufkleber-anstecker-pin-shop.html http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/newsletter-mailingsliste-atom.html
  • Ein neuer Ansatz Atomgefahren abzuwehren wird hier <http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/no-logo-kampagne.html> aufgezeigt
  • Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende <http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/spenden.html> oder werden Sie BUND-Mitglied <http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/spenden.html> (steuerlich absetzbar). Flugblätter,Internetarbeit und Ausstellungen kosten Geld.
  • Lassen Sie nicht zu dass Wikipedia weiterhin einseitig von den Werbeabteilungen der Atomlobby manipuliert wird.
  • Sparen Sie Energie und gehen Sie mit uns den Weg ins Solarzeitalter.

Information: Beängstigende Ignoranz der Behörden in Sachen Terrorgefahr und AKW Fessenheim
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/terrorgefahr-fessenheim.html> /Axel Mayer/



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11.04.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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