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## Nachricht vom 12.05.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: Abo-Service@amnesty.de
amnesty international Deutschland
PRESSEMITTEILUNGEN
ai-Jahresversammlung 2008:
Blockade der Regierung in Myanmar verletzt Menschenrechte derZyklonopfer
Hamburg, 12. Mai 2008 - Mit scharfer Kritik an den Regimes in Myanmarund
China ging die Jahresversammlung 2008 der deutschen Sektion vonamnesty
international (ai) in Hamburg zuende. Die rund 700ai-Delegierten forderten
die Machthaber in Myanmar auf, unverzüglichausländische Hilfskräfte und -
lieferungen in die Katastrophengebietezu lassen. Dieselbe Forderung
erhoben heute auch leitendeai-Vertreter aus dem asiatisch-pazifischen Raum
auf ihrem Treffen inHongkong.
?Mit ihrem Verhalten verstoßen die machthabenden Generäle
gegengrundlegende Menschenrechte wie das Recht auf Leben, das Recht
aufGesundheit, Wasser, Nahrung und Wohnung?, sagte ai-
VorstandssprecherStefan Keßler. Die Jahresversammlung kritisierte auch
dasVerfassungsreferendum als intransparent; der
Verfassungsentwurfgewährleiste Menschenrechte und Grundfreiheit nur sehr
eingeschränkt.Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und die weiteren
fastzweitausend gewaltlosen politischen Gefangenen müssten
sofortfreigelassen werden.
Die ai-Jahresversammlung kritisierte die zunehmende Repression
gegenMenschenrechtsverteidiger in China. So wurden Yang Chunlin und Hu
Jiaunlängst zu fünf bzw. dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
?ZahlreicheMenschenrechtsverletzungen, die wir in den letzten
Monatendokumentiert haben, geschahen nicht trotz, sondern wegen
derOlympischen Spiele?, sagte Keßler. Die ai-Jahresversammlung
riefdeutsche und internationale Sportverbände dazu auf, sich aktiv fürdie
Menschenrechte zu engagieren und ihre Solidarität mit
denMenschenrechtsverteidigern in China zu demonstrieren.
Die Jahresversammlung erinnerte an den bevorstehenden 60. Geburtstagder
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR), die am10.12.1948 von der
UN-Generalversammlung beschlossen wurde. Siebeschloss, sich verstärkt für
ihre Grundprinzipien einzusetzen. Sowill sie u.a. die Arbeit gegen die
Todesstrafe intensivieren, sichder Aushöhlung des Asylrechts
entgegenstellen und das Bewusstsein fürdie Bedeutung des absoluten
Folterverbots auch in Deutschlandstärken.
Bestürzt zeigte sich die Jahresversammlung, dass in dem EU-
KernlandGriechenland Asylsuchende misshandelt, gefoltert und
rechtswidriginhaftiert oder abgeschoben werden. Auch weist die
griechischeKüstenwache Asylsuchende auf hoher See zurück. Das gefährdet
nichtnur ihr Leben, sondern enthält ihnen auch das Recht vor, auf EU-
Bodeneinen Antrag auf Schutz vor Verfolgung zu stellen.
DieJahresversammlung forderte die Bundesregierung ?eindringlich? auf,keine
Asylsuchenden nach Griechenland zu überstellen, bis sich dortdie
Menschenrechtslage deutlich bessert und auf solche Besserung beider
griechischen Regierung zu drängen
In einer Nachwahl bestimmte die Jahresversammlung Alexander
Hülle(Stuttgart) zum stellvertretenden Vorstandssprecher.
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