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## Nachricht vom 16.11.07 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
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amnesty international Deutschland
PRESSEMITTEILUNGEN
UN-Entscheidung ist Meilenstein auf dem Weg zur Abschaffung der
Todesstrafe
Berlin, 16. November 2007 - amnesty international (ai) hat die
Entscheidung des UN-Generalversammlungsausschusses für soziale,
humanitäre und kulturelle Fragen für einen weltweiten
Hinrichtungsstopp als Meilenstein auf dem Weg in eine Welt ohne
Todesstrafe begrüßt. Im Dezember stimmt die UN-Generalversammlung
über den Resolutionsentwurf ab. In der Regel folgt das Plenum den
Empfehlungen des Ausschusses. ?Den Vereinten Nationen bietet sich mit
dieser Resolution eine historische Chance für die Menschenrechte?,
sagte ai-Experte Oliver Hendrich. ?Eine UN-Resolution für einen
weltweiten Hinrichtungsstopp wäre ein entscheidender Schritt für die
weltweite Abschaffung der Todesstrafe.? ai hatte sich mit der
Europäischen Union und anderen Staaten aus aller Welt für einen
weltweiten Hinrichtungsstopp eingesetzt.
Von den 192 UN-Mitgliedstaaten haben 88 die Todesstrafe komplett
abgeschafft, 42 UN-Staaten wenden sie derzeit nicht an und 62
UN-Mitglieder halten an der Todesstrafe fest. Anlässlich des
Internationalen Tages gegen die Todesstrafe (10. Oktober) hatte ai
mit einer öffentlichen Aktion in Berlin die UN-Staaten zu einem ?Ja?
für den Hinrichtungsstopp aufgerufen.
ai beobachtet seit Jahren den Trend zu einer Welt ohne Todesstrafe.
Etwa zwei Drittel aller Länder wenden die Todesstrafe nicht mehr an.
Doch ein Großteil der Weltbevölkerung lebt nach wie vor in Ländern,
in denen die Todesstrafe weiterhin gilt. Weltweit sitzen derzeit mehr
als 20.000 Menschen im Todestrakt. 2006 wurden mindestens 1.591
Menschen hingerichtet und 3.861 zum Tode verurteilt.
Fotos der Aktion im Oktober in Berlin sowie Weltkarten und
Hintergrundmaterial zur Todesstrafe über die ai-Pressestelle oder
unter www.amnesty-todesstrafe.de/hinrichtungsstopp
Kontakt
amnesty international
Pressestelle
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