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## Nachricht vom 27.09.07 weitergeleitet
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amnesty international Deutschland
PRESSEMITTEILUNGEN
ai: UN-Sicherheitsrat muss dringend eine Delegation nach Myanmar
entsenden
London/Berlin, 26. September 2007 - Angesichts der sich zuspitzenden
Lage in Myanmar hat amnesty international (ai) den UN-Sicherheitsrat
zum sofortigen Handeln aufgefordert, um weitere Gewalt und
Blutvergießen zu vermeiden. Außerdem müssen alle gewaltlosen
politischen Gefangenen freigelassen werden.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen muss sofort eine Delegation
nach Myanmar entsenden. Dies forderte Irene Khan, internationale
Generalsekretärin von amnesty international in London. Der
UN-Sicherheitsrat muss sofortige Schritte unternehmen, um die
Menschenrechtsrechtkrise in Myanmar zu lösen sowie Gewalt und
Blutvergießen zu verhindern, forderte Khan. Die UN-Delegation soll
außerdem mit den Behörden Myanmars darüber sprechen, wie die
langanhaltenden Menschenrechtsprobleme in dem Land zu lösen seien.
Dazu zählt auch der andauernde Hausarrest für Aung San Suu Kyi and
andere politische Gefangene.
amnesty international dokumentiert seit langem schwere
Menschenrechtsverletzungen in Myanmar. Mehr als 1.160 politische
Gefangene sitzen in Haft, ihre Haftbedingungen verschlechtern sich
fortlaufend. Weiterhin werden Kinder zum Kriegsdienst, Menschen zur
Arbeit gezwungen. Folter und andere grausame, unmenschliche und
entwürdigende Behandlung ist weit verbreitet, vor allem bei Verhören
und in Untersuchungshaft.
Die derzeitigen Massendemonstrationen in Myanmar sind mit der
Situation von 1988 vergleichbar. Seinerzeit unterdrückten
Sicherheitskräfte massenhafte Demonstrationen für mehr Demokratie.
Tausende Menschen wurden getötet.
"Das Risiko ist hoch, dass es wieder zu Gewalt gegen die
Demonstranten kommt", warnte Khan. "Deshalb muss die internationale
Gemeinschaft unverzüglich handeln. Der Militärregierung in Myanmar
muss unverständlich klar gemacht werden, dass sie die Repressionen
von 1988 nicht wiederholen darf. Die Demonstranten in Myanmar haben
das Recht, ihrer Meinung friedlich Ausdruck zu verleihen. Die
Regierung von Myanmar hat dieses Recht umfassend zu respektieren."
"China kommt als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats und als
Nachbarland mit Einfluss auf die Regierung Myanmars eine
Schlüsselrolle zu", fuhr Khan fort. "Auch die ASEAN-Staaten,
insbesondere Japan und Indien, müssen ihren Einfluss geltend machen,
um der Menschenrechtskrise in Myanmar ein Ende zu machen - eine
Krise, die zu lange vergessen worden ist."
Hintergrund
Starke Erhöhungen der Treibstoffpreise haben in den letzten Tagen in
wachsendem Maße zu friedlichen Demonstrationen geführt. Unter der
Führung buddhistischer Mönche forderten die Demonstrationen, die
Treibstoffpreise wieder zu senken, politische Gefangene freizulassen,
sowie eine nationale Versöhnung. Die Spannungen im Land nehmen zu.
In Myanmar sind Menschenrechtsverletzungen weitverbreitet und
systematisch, darunter
Kindersoldaten und Zwangsarbeit
Gesetze, die die friedliche Äußerung abweichender politischer Meinung
kriminalisieren. Ende 2006 saßen die meisten Führer der politischen
Opposition in Haft oder standen unter Hausarrest. Die Haftbedingungen
der 1.160 politischen Gefangenen verschlechtern sich fortlaufend.
Menschen werden regelmäßig ohne Haftbefehl verhaftet und ohne Zugang
zur Außenwelt gefangen gehalten.
Folter und andere grausame, unmenschliche und entwürdigende
Behandlung ist weit verbreitet, insbesondere bei Verhören und in
Untersuchungshaft.
Das juristische Vorgehen gegen politische Gefangene entspricht nicht
den internationalen Standards für faire Verfahren.
Angeklagten wird oft das Recht auf juristischen Beistand verweigert.
Gerichte lassen Geständnisse zu, die unter Folter zustande gekommen
sind.
Kontakt
amnesty international
Pressestelle
030/420248-306
presse@amnesty.de
http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/AlleDok/EF3D8A3BAFBE5182C12573620054FB6E?Open
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