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SOLIDARITÄTSKUNDGEBUNG FÜR AMINATOU HAIDAR
AM SAMSTAG, 19.12.09 | 14 UHR
VOR DER MAROKKANISCHEN BOTSCHAFT
(NIEDERWALLSTR. 39 / U2-HAUSVOGTEIPLATZ)
Mit dieser Aktion wollen wir auf die dramatische Situation der
Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar aufmerksam machen, die sich seit
fast fünf Wochen im Hungerstreik befindet, um in ihr Land, die
Westsahara, zurückkehren zu können.
Pressekontakt: 0176-77300669
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
die sahrauische Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar ist am 13.
November 2009 bei ihrer Rückkehr aus den USA, wo sie mit dem Civil
Courage Price 2009 ausgezeichnet wurde, von den marokkanischen Behörden
verhaftet worden.
Anlass für die Verhaftung war, dass sie bei ihrer Einreise auf die
Ausstiegskarte "Westsahara" geschrieben hatte und damit zum Ausdruck
brachte, dass sie die Besatzung ihres Landes durch Marokko nicht
anerkennt. Aminatou Haidar wurde der Pass abgenommen und unverzüglich
nach Spanien abgeschoben. Am Flughafen von Lanzarote befindet sich Frau
Haidar seit nunmehr vier Wochen im Hungerstreik, um ihrer Forderung nach
einer Rückkehr in die Westsahara Gehör zu verschaffen.
Auch viele andere sahrauische MenschenrechtsaktivistInnen sind im
Gefängnis oder ohne Freizügigkeit. Sieben von ihnen werden seit dem
08.10.09 in unwürdigen, Gefangenenrechte verletzenden, Bedingungen
festgehalten. Ihnen droht die Anklage vor einem Militärgericht.
Die Sahrauis haben zum Ausdruck gebracht, dass sie mit dem Schicksal
Aminatou Haidars das ihres Volkes verbinden. Seit fast 35 Jahren ist der
Konflikt um ihr besetztes Land nicht gelöst, ihnen wird das Grundrecht
auf Selbstbestimmung der Völker verwehrt. Sollte es der internationalen
Gemeinschaft nicht gelingen, Haidars Kampf um ihre Rechte wirksam zu
unterstützen, schwindet auch die letzte Hoffnung der Sahrauis auf eine
friedliche Lösung des Westsaharakonfliktes.
Auch die EU-Präsidentschaft und der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon üben
jetzt Druck auf Marokko aus, damit die 43-jährige Haidar in ihre Heimat
zurückkehren kann. Wir appellieren an die Bundesregierung sich diesen
Bemühungen anzuschließen.
Wir fordern sie auf, gegen die Völker- und Menschenrechtsverletzungen
Marokkos zu protestieren und sich mit größtem Nachdruck einzusetzen für:
- die Rückkehrmöglichkeit von Aminatou Haidar nach El Aaiun (Hauptstadt
der Westsahara),
- die sofortige und bedingungslose Freilassung aller sahrauischen
politischen Gefangenen in den besetzten Gebieten der Westsahara und
Marokkos,
- die Umsetzung des im UN-Friedensplan von 1991 vorgesehenen freien und
demokratischen Referendums für die Westsahara
Damit das Selbstbestimmungsrecht der Sahrauis gesichert wird.
Berlin, den 17.12.2009
Projektgruppe 'Westsahara' beim Kreisjugendring Köpenick e.V.
Kontakt: Tel: 030 - 65 01 51 45 / westsahara ät hdjk.de
<mailto:westsahara ät hdjk.de> / www.begegnung.hdjk.de
<http://www.begegnung.hdjk.de/>
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Projektgruppe Westsahara
(beim Kreisjugendring Köpenick e.V.)
c/o Projekt beGEG(e)Nung
Seelenbinderstr. 54 - D-12555 Berlin
Tel: +49 (0) 30 - 65 01 51 45
Fax: +49 (0) 30 - 65 20 483
westsahara ät hdjk.de <mailto:westsahara ät hdjk.de>
www.begegnung.hdjk.de <http://www.begegnung.hdjk.de>
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