|
BITTE AUCH WEITERLEITEN AN EUREN FREUNDES- UND BEKANNTENKREIS
Liebe Freundinnen und Freunde,
am kommenden Sonntag werden wir uns durch einen Bürgerentscheid gegen oder
für den Verkauf des Jan-Wellem-Platzes entscheiden können. Bitte diesen
Termin dick in den Kalender eintragen, nicht mehr vergessen und wählen
gehen! Für die noch Unentschlossenen folgen unter diesem Link
http://www.wz-newsline.de/?redid=157284
ausgewogene informative Berichte, die das Kontra und Pro des Verkaufs
wiedergeben.
Dennoch möchte ich Euch nicht vorenthalten, dass ich am kommenden Sonntag
mit JA stimmen werde. Ja, der Jan-Wellem-Platz gehört uns allen!
Lieben Gruß
Erika Bosch
BÜRGERENTSCHEID Kö-BOGEN
Bürgerentscheid: Soll die Stadt verkaufen oder nicht?
Am 13. April stimmen die Bürger über den Verkauf des Jan-Wellem-Platzesab.
Gegner und Befürworter sind im Endspurt.
Stein des Anstoßes: Das FDP-Plakat, das seit Montag hängt.
Düsseldorf. Am 13. April wird es spannend: Soll die Stadt die Grundstücke am
Jan-Wellem-Platz behalten? Wer dafür ist, stimmt beim Bürgerentscheid in
knapp zwei Wochen mit "Ja". Wer dagegen möchte, dass die Stadt verkauft (im
Gespräch ist die Trinkaus-Bank), stimmt mit "Nein". Es ist also etwas
verwirrend.
So verwirrend, dass Jonges-Baas Gerd Welchering zürnt: "Die Bürger sind
nicht rundum informiert, sollen aber abstimmen. Das Wort Ja ist zudem etwas
Positives, steht hier aber für die Ablehnung des Verkaufs - eigentlich ein
Unding." Der mündige Bürger, der mit der Stärkung der Bürgerbegehren immer
öfter gefragt ist, muss also genau hinschauen, wo er sein Kreuzchen macht.
Verwirrung: Das gilt auch für die Debatte um den Kö-Bogen selbst. Viele sind
im Prinzip gar nicht gegen den Verkauf des Jan-Wellem-Platzes, lehnen aber
die geplanten Gebäude ab. Welchering ist sauer, weil er den Planungsprozess
für verfahren hält. "So darf man mit den Bürgern nicht umgehen. Schon der
Fassadenwettbewerb war reine Show. Jetzt, wo die Kritik zunimmt, versucht
man die Karre aus dem Dreck zu ziehen."
Bürgerbegehrer sind sauer über das FDP-Plakat
Sauer sind auch die Bürgerbegehrer - auf die FDP. Deren Plakat, das seit
Montag in der Stadt hängt, zeigt den Jan-Wellem-Platz von oben, Aufschrift:
"Soll das so bleiben?" Antwort: "Nein!" Das erzürnt Jörg Forßmann, einer von
drei Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens. "Damit wird uns
unterstellt, dass wir den Platz so lassen wollen, wie er ist. Dabei sind wir
nur gegen die jetzige Planung."ô
Sauer ist er, "weil die Taktik offenbar bei vielen Leuten verfängt. In
Gesprächen am Infostand merken wir das immer wieder." Er wirft CDU/FDP
bewusste "Täuschung" vor. Denn auch die Union überschreibt auf einem Flyer
ein Bild des Platzes mit dem Slogan: "So kann der Jan-Wellen-Platz nicht
bleiben!"
"Mich ärgert das", sagt auch Clara Deilmann von den Grünen, die gegen den
Verkauf werben. Sie meint: "Wenn man von seiner eigenen Planung überzeugt
ist, muss man nicht auf so eine Angstnummer setzen."
FDP-Fraktionschefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann ficht das nicht an: "Wir
versuchen rüberzubringen, was wir wollen - nämlich Bausünden der 60er-Jahre
zu beseitigen." Dafür bekomme sie viel Zuspruch. Enttäuscht ist sie von der
Union: "Ich bedauere, dass die CDU nicht viel macht." Die Union hatte auf
Plakate verzichtet, die Liberalen hängen 500 Stück.
Die FDP-Kritik wiederum weist die CDU zurück. "Wir haben Mailings gemacht
und darin angeboten, Infomaterial zu verschicken. Das wird stark
nachgefragt", sagt Geschäftsführer Gerd Ozimek. Im Übrigen gebe es
mehrere Info-Veranstaltungen und Stände. "Die Rückmeldung unserer Leute
vor Ort ist, dass es bei den Bürgern großes Interesse gibt. Aber auch
eine zum Teil erschreckende Unkenntnis. Da ist etwa davon die Rede, die
Kö solle abgeriegelt werden, dabei ist doch das Gegenteil der Fall."
Bei den Bürgerbegehrern holt man derweil zum Gegenschlag aus. "Wir werden
Postkarten drucken mit einer Entgegnung auf die CDU/FDP-Täuschung", kündigt
die ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Brigitte Speth an.
Infos zur Abstimmung
Stein des Anstoßes: Das FDP-Plakat, das seit Montag hängt.
So groß sollen die Gebäude werden, vorne der Schadowplatz.
Termin: Abgestimmt wird am Sonntag, 13. April, zwischen 8 und 18 Uhr, in 200
Wahllokalen. 458 442 Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sind
abstimmungsberechtigt.
Briefabstimmung: Eine Briefabstimmung ist im Technischen Rathaus,
Brinckmannstraße 5, möglich - am Donnerstag, 10. April, und Freitag, 11.
April, jeweils in der Zeit von 8 bis 18 Uhr.
Helfer: Wer als Helferin oder Helfer in einem Abstimmungslokal tätig werden
möchte, kann sich unter Telefon 899-3364 bewerben.
Internet: Weitere Infos zum Bürgerentscheid unter:
www.duesseldorf.de
|