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Duesseldorfer Friedenskalender April 2008

Düsseldorfer Friedenskalender - April 2008

Die Feigheit fragt: "Ist es sicher?" Die Erfahrung fragt: "Scheint es politisch sinnvoll?" Die Eitelkeit fragt: "Ist es beliebt?" Das Gewissen aber muss fragen: "Dient es der Gerechtigkeit?" Und hier kommt die Situation, wo wir Stellung beziehen müssen und handeln, obwohl unser Handeln nicht sicher, politisch sinnvoll scheint oder populär ist, einfach weil es der Gerechtigkeit dient.

Martin Luther King

1.4., 17 bis 19 Uhr, Mahnwache, Friedensforum Düsseldorf, Schadowplatz

1.4., 19.30 bis 22 Uhr, Information- und Gesprächskreis, Friedensforum

Düsseldorf, Himmelgeisterstr. 107 im Salzmannbau

***7.4., 19.30 Uhr, "Ich bin ein Deserteur", Lesung aus dem Buch des

(siehe unten) US-Deserteurs Joshua Key, Flüchtlingsrat

8.4., 17 bis 19 Uhr, Mahnwache, Friedensforum Düsseldorf, Oberbilker Markt

***12.4., 18 Uhr, Schluss mit der Repression der Chiapas (Mexico),

(siehe unten) Seminarraum INWENT, Wallstraße 30,

Veranstalter Pax Christi/ Solifonds Eine Welt

15.4., 17 bis 19 Uhr, Mahnwache, Friedensforum Düsseldorf, Schadowplatz

15.4., 19.30 bis 22 Uhr, Information- und Gesprächskreis, Friedensforum

Düsseldorf, Himmelgeisterstr. 107 im Salzmannbau

***18.4., 19.30 Uhr, philippinische Jugendliche im PREDA-Musical:

   (siehe unten)     "Once we had a dream",
                     Collenbachsaal der EV.Kreuz-Kirchengemeinde, 10 Euro

22.4., 17 bis 19 Uhr, Mahnwache, Friedensforum Düsseldorf, Oberbilker Markt

27.4., 11 bis ca. 14 Uhr, Informations- und Gesprächskreis mit

Friedensfrühstück, Menschen für den Frieden

Jeden Mittwoch: 19 Uhr, Friedensandacht, Evangelische Christuskirche, Kruppstr. 9

Jeden Freitag: 18.30 Uhr, Friedensgebet, Evangelische Schlosskirche, Schlossallee 6

ViSdP: Erika Bosch - Dreherstr.193 - 40625 Düsseldorf - Tel.: 0211-234908 - Fax: 2304661

ErikaBosch ät t-online.de - www.antikriegsbuendnis-duesseldorf.de

***7.4.; Lesung aus dem Buch "Ich bin ein Deserteur" des US-Deserteurs

Joshua Key

am Mo, 7. April um 19.30 Uhr im ZAKK, Fichtenstr. 40 in Düsseldorf

In seinem 2007 erschienen Buch beschreibt Joshua Key sein Leben als Soldat der US-Armee im Irak: "Die das Pech haben, uns in die Hände zu fallen, sind die ersten Opfer. Die zweiten Opfer sind wir selbst." Detailliert gibt er an, welche Erfahrungen im Irakkrieg ihn dazu brachten, Nein zu sagen.

Am 20.3.2008 jährt sich zum 5. mal der Beginn des Irakkrieges. Bis jetzt hat dieser Krieg Hunderttausende von Opfern gefordert und ein Ende ist nicht abzusehen. Obwohl die US-Intervention von einer Allianz von mehr als 70 Ländern, darunter auch Deutschland, unterstützt wird, nimmt der Widerstand im US-Militär zu. Die Zahl der Deserteure ist nach offiziellen Angaben gegenüber dem Kriegsbeginn um ca. 80% angestiegen.

Aus dem Buch des Deserteurs, der z. Zt. in Kanada um Asylschutz nachsucht, wird gelesen von Rudi Friedrichs von Connection e.V., der sich seit Jahren für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Kriegsgebieten einsetzt und weitere Informationen zum Widerstand die Kriegspolitik der USA geben wird.

***12.4.: Schluss mit der Repression in CHIAPAS (Mexico) !

          18.00 Uhr Ort: Seminarraum InWEnt, Düsseldorf
                         Wallstraße 30 / Ecke Kasernenstr.

Ernesto Ledesma, CAPISE (Zentrum für politische Analyse / soziale und ökonomische Forschung), San Cristóbal / Mexico, aktuell auf Europa-Reise, wird auch in Düsseldorf Station machen und ein differenziertes Bild von der zunehmenden Aggression gegen die indigene Bevölkerung in CHIAPAS zeichnen sowie zur internationalen Solidarität mit den zapatistischen Gemeinden aufrufen.

Die Düsseldorfer Eine Welt Tage waren regelmäßig "Plattform" für Diskussionen zur sozialen und politisch angespannten Situation der Urbevölkerung (Mayas) mit Themen wie "Biopiraterie, Tourismus, Rechte indigener Frauen, Klimawandel", vergangenes Jahr wurde in der Black Box der Film vom Aufstand der Würde über die Zapatisten gezeigt. Konfliktursache für die eskalierende Gewalt ist die neoliberale Wirtschaftspolitik, mit der seit 1994 (Beitritt Mexicos zur NAFTA) substantiell in die Strukturen der Region eingegriffen wird, wobei die Rechte und Kultur der indigenen Bevölkerung, (s.a. www.ilo169.de) völlig außer Acht bleiben, und eine noch intakte Umwelt zerstört wird ( R Raubbau am Regenwald, globalisierte Wasserwirtschaft, Agrobusiness für Biosprit, geplanter Massentourismus u.a., ohne Rücksicht auf Klimaverträglichkeit). Diese Unternehmungen stehen einer kollektiv und umweltfreundlich ausgerichteten Politik, wie sie die Zapatisten vertreten, entgegen, denn "die Welt ist keine Ware", so ihr Slogan.

Um die Annektierung des verbliebenen "Indio-Landes" und besonders das der autonomen Gemeinden voranzutreiben, werden von der Machtelite ausgerüstete Paramilitärs beauftragt, die Bewohner zu terrorisieren; derweil erwarten Spezialeinheiten in 56 Militärcamps ihren Einsatzbefehl: "das von den Zapatisten erkämpfte und weltweit respektierte Projekt indigener Autonomie wieder gründlich zu zerstören". Von den autonomen Gemeinden wurde die Devise ausgegeben: "sich nicht auf Provokationen einzulassen und selbst keinen Vorwand für einen militärischen Angriff zu liefern, solange es noch eine friedliche Option gibt." Der schwelende Konflikt wird in den mexik. Medien beinahe totgeschwiegen.

Wenn wir die Menschenrechte ernst nehmen, sollten wir den Hilferuf aus CHIAPAS auffangen und in Solidarität mit den Zapatisten, Bestand und Weiterentwicklung der Gemeinden auf den Territorien und in der Tradition ihrer Vorväter einfordern. Denn sehr wohl ist "eine andere Welt möglich", im Dialog und gewaltfrei. Mischen wir uns ein ! (Unterschriftenlisten werden ausgelegt.) Dolmetscherin: Isabel Basterra, Düsseldorf.

mit Diskussion * Musik * Lesung * mexik.Tapas V.i.S.d.P.
csdeguerrero ät freenet.de /

pax christi Solifonds Eine Welt

P

***18.4.: PREDA-Musical: Once we had a dream

Philippinische Jugendliche gastieren am 18. April in Düsseldorf

Von zerstörten Träumen, zerstörten Kinderleben erzählen philippinische Jugendliche in dem Musical-Drama "Once we had a dream". Es ist ihre eigene Geschichte, aber bei weitem kein Einzelschicksal: 100.000 Kinder werden auf den Philippinen pro Jahr als Arbeitssklaven oder Prostituierte missbraucht, schätzt UNICEF. Die Kinderschutzorganisation PREDA kämpft gegen Kinderprostitution und gibt Kindern ein neues Zuhause.

Einige der von PREDA betreuten Jugendlichen haben "Once we had a dream" inszeniert und gehen im Frühjahr damit bereits zum zweitenmal auf EuropaTournee.

Mit Worten, Musik und Tanz erzählen sie von Gewalt und Ausbeutung, aber auch von Mut und Hoffnung. Auf einem realen Geschehen basierend stellt das Stück einen Zusammenhang her zwischen der Umweltzerstörung durch Bergbaukonzerne und skrupellosem Kinderhandel.

PREDA ("People's Recovery, Empowerment and Development Foundation") finanziert sich unter anderem durch den Export von fair gehandelten Mangos. Einer der Abnehmer ist dwp - dritte welt partner - in Ravensburg, der daraus Fruchtgummis oder den beliebten Mango-Apfelsaft herstellt. dwp organisiert die PREDA-Tournee 2008 gemeinsam mit der
Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit. Sie vergibt aus Geldanlagen Darlehen an Kooperativen und Unternehmen in armen Ländern, unter anderem an Produzenten und Vermarkter des Fairen Handels. Die Düsseldorfer Veranstaltung initiierte el martin û Das Fachgeschäft für fairen Handelin der Nordstraße 94.

"Once we had a dream" wird am Freitag, 18. April um 19.30 Uhr im großen Collenbachsaal der Ev. Kreuz-Kirchengemeinde, Collenbachstr. 10, 40476 Düsseldorf aufgeführt (Haltestelle "Dreieck").

Darüber hinaus können die leckeren Mangoprodukte verkostet werden. Schirmherrin der Düsseldorfer Veranstaltung ist Karin Kortmann, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro. Karten sind im Vorverkauf bei el martin in der Nordstraße 94 (Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-16 Uhr) erhältlich.

Reservierungen unter 0211/9894500.

01.04.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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