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Liebe Leute,
auch in diesem Jahr werden wir uns wieder am Ostermarsch beteiligen. Wir
werden uns um 14 Uhr am HBF am Ende des Zuges versammeln. Gemeinsam mit dem
Ökumenischen Friedensnetz wollen wir während des Weges zum Rathaus, dort
soll die Abschlusskundgebung stattfinden, Friedenslieder singen. Mit dabei
wieder Gitarren- und Flötenmusik.
Lieben Gruß und vielleicht bis zum Ostersamstag
Erika
Hier folgt die aktuelle PM der Friedenskooperative:
50 Jahre Ostermärsche
Aktionen gegen Kriegseinsätze und Atomwaffen
Friedensgruppen propagieren Alternativen für Zivile Konfliktbearbeitung
Die Ostermärsche der Friedensbewegung wenden sich gegen den Militäreinsatz
in Afghanistan sowie den inzwischen fünfjährigen Krieg im Irak und fordern
eine Wende in der Nahost-Politik für eine
Friedenslösung zwischen Palästinensern und Israelis.
Das Netzwerk Friedenskooperative erinnert an die nunmehr 50-jährige
Geschichte der Ostermarsch-Aktionen, die im April 1958 mit dem von Bertrand
Russell inspirierten Marsch der englischen Atomwaffengegner
von London zum Atomwaffenlaboratorium Aldermaston begann und bald von
deutschen pazifistischen Gruppen übernommen wurde. Die damals völlig neue
ungewöhnliche Aktionsform führte in der Bundesrepublik
zur ersten "neuen sozialen Bewegung" und außerparlamentarischen Opposition
und ist bis heute lebendige Tradition für viele der aktiven
Friedensinitiativen û seit den neunziger Jahren gerade auch
in den neuen Bundesländern.
Auch in diesem Jahr spielt das ursprüngliche Thema "Atomwaffen" eine große
Rolle. Die Gruppen der Friedensbewegung fordern die vollständige Abrüstung
der Atomwaffen durch eine
Nuklearwaffenkonvention in Anlehnung an das Verbot von B- und C-Waffen. In
Deutschland soll das letzte Atomwaffenlager im Fliegerhorst Büchel
geschlossen und die "nukleare Teilhabe" der
Bundesrepublik beendet werden.
Die mehr als 60 Ostermärsche von Friedensgruppen wenden sich gegen
Kriegsbeteiligung und z.B. auch gegen die geplante Erweiterung des
Afghanistan-Einsatzes durch die Aufstellung einer deutschen "Quick
Reaction Force" im Norden des Landes. Zu Ostern starten viele
Friedensorganisationen gemeinsam eine erneute Unterschriftensammlung für
eine Petition an den Bundestag, den Bundeswehreinsatz zu beenden.
Zum kurdischen Newroz-Fest am 20./21. März mahnen Friedensgruppen und
kurdische Organisationen nach dem (vorläufigen) Ende des türkischen
Einmarsches im Nordirak auch dringend eine politische Lösung des
türkisch-kurdischen Konflikts an.
Alternativen zum Krieg sind möglich!
Sowohl für Irak und Afghanistan als auch beim Schlüsselkonflikt Israel/
Palästina wie dem insgesamt verfehlten und gescheiterten Konzept des
"Kriegs gegen den Terror" verweisen die Organisationen der
Friedensbewegung aber auch auf umfangreiche Alternativ- Vorschläge für
Zivile Konfliktbearbeitung, die aus der militärischen Sackgasse immer
weiterer Eskalation hinausführen könnten. Zu Afghanistan gibt es eine
intensive auf verschiedenen Konferenzen vorangebrachte Debatte zu
Friedenslösungen. Zum Irankonflikt, dem türkisch-kurischen Konflikt und
zum Konflikt Israel/Palästina hat die Dachorganisation "Kooperation für
den Frieden" umfangreiche Dossiers mit alternativen Lösungsvorschlägen
herausgegeben.
Dabei führt jeweils kein Weg an der konstruktiven Einbindung aller
Konfliktparteien in einen Dialog vorbei. Das Netzwerk Friedenskooperative
fordert dies gerade auch angesichts des jüngsten Anschlags gegen eine
Religionsschule in Jerusalem. Die Abriegelung des Westjordanlandes drohe
eher eine weitere Eskalation zu provozieren. Die Friedenskooperative
erinnert auch an die katastrophale Lage der im Gazastreifen gefangenen
Menschen:
"Ohne eine Einbeziehung der Hamas und Ermöglichung eines erträglichen Lebens
auch in von ihr dominierten Gebieten gibt es keinen Weg aus der Spirale der
Gewalt". Friedensorganisationen befürworten seit langem eine Konferenz für
Frieden im Nahen und Mittleren Osten, in der die miteinander verschränkten
Konflikte in der Gesamtregion behandelt werden. Dabei müssten u.a. auch "die
Schurken" Hamas, Hisbollah, Syrien und Iran
eingebunden sein.
Manfred Stenner
Geschäftsführer des Netzwerk Friedenskooperative
Hinweis zu den erwähnten Dokumenten im Web:
Ostermärsche 2008, Aufrufe der Veranstalter etc.:
http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/om2008.htm
Aktionstermine Ostermärsche:
http://www.friedenskooperative.de/om2008.htm
Artikel zum ersten Ostermarsch vor 50 Jahren:
http://www.friedenskooperative.de/ff/ff08/1-20.htm
Vorschlag für eine Zivile Strategie für Afghanistan (Andreas Buro)
http://www.friedenskooperative.de/ff/ff08/1-35.htm
Dossier I: Der Irankonflikt
http://www.friedenskooperative.de/gifs/dossier1.pdf
Dossier II: Der türkisch-kurdische Konflikt
http://www.friedenskooperative.de/gifs/dossier2.pdf
Dossier III: Der Israel-Palästina-Konflikt
http://www.friedenskooperative.de/gifs/dossier3.pdf
Netzwerk Friedenskooperative
Römerstr. 88, D- 53111 Bonn
Tel. 0228/692904, Fax: 0228/692906
friekoop ät friedenskooperative.de
www.friedenskooperative.de
Spendenkonto: Förderverein Frieden e.V.
Kto-Nr. 33 0 35 bei Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98)
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